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26.02.2009 |
CO-Pipeline: Jetzt im
Buchhandel
Vielen Dank an die BI "COntra-Pipeline" und ihren Sprecher Erich Hennen, der als
Herausgeber diese kleine Publikation zum Thema CO-Pipeline ermöglicht hat.
Thema ist das "Wohl der Allgemeinheit", dem die Landesregierung NRW mit der
Unterstützung des Bau einer CO-Giftgaspipeline durch den Bayer Konzern zu dienen
glaubt.
Zu diesem Thema hat die Bezirksregierung Düsseldorf im Oktober 2008 einen
Planergänzungbeschluss nachgeschoben, nachdem das OVG Münster gefordert hatte,
das Gemeinwohl einer solchen CO-Giftgasleitung einmal zu präzisieren.
Doch "CO-Pipeline" zeigt anhand amtlichen Datenmaterials, dass selbst die
zentrale Annahme des Planergänzungsbeschlusses, ohne CO-Giftgaspipeline müßte
Bayer 30% seiner Polycarbonate Produktion ins Ausland verlagern, nicht belastbar
ist.
Weiter macht "CO-Pipeline" eine erste Rechnung der sozialen Kosten auf, die von
den Bürgern entlang der Trasse im Falle einer Inbetriebnahme der Giftgasleitung
entschädigungslos zu tragen wären: schon konservativ gerechnet fast eine
Milliarde EURO.
Müßte Bayer bei fairen marktwirtschaftlichen Spielregeln für diese Milliarde
EURO an externen Kosten selbst aufkommen, wären die Transportkosten für
Kohlenmonoxid sofort zu hoch. Folge: CO würde immer nur dort produziert, wo es
auch gebraucht wird!
Oder warum eine Giftgasleitung etwas ganz besonderes ist: eine Erdgasleitung
tötet nur heiß und partiell, eine CO-Leitung wirkt perfider, ohne Feuer, ohne
große Explosion und vor allem flächig, wo selbst Hilfe nur Selbstmord wäre. Die
heiße Explosion ist hier bereits der Glücksfall!
Die notwendigen Gefahrenabwehrpläne, die Spezialausrüstungen für Rettungskräfte,
die bereitgehaltenen Sauerstoff-Hochdruckkammern in Krankenhäusern sprechen für
sich: Mobilmachung für die Havarie der CO-Giftgaspipeline. Mitten im Frieden
baut NRW wieder Sirenensysteme auf.
Wie konnte es soweit kommen? Dumm gelaufen oder wurde die Politik Opfer der
Kanonenbootpolitik einer übermächtigen Chemie-Lobby?
Letztlich entscheiden muss offenbar tatsächlich ein Gericht, da die Politik zu
verzagt scheint das RohrlG zurückzunehmen.
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"CO-Pipeline" kann über den Buchhandel zum Preis von EUR 5 bezogen werden,
ISBN 9783837092134, oder im Internetbuchhandel
direkt beim Verlag |
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13.11.2008 |
Clauser enttäuscht über Landes- und
Bezirksregierung zur Bayer CO-Pipeline
Der Landtagsabgeordnete für die Städte Hilden, Langenfeld und Monheim,
Hans-Dieter Clauser, äußerte sich zum Fernbleiben der Landesregierung bei der
Sondersitzung zur CO-Pipeline in Langenfeld. "Meine Entäuschung über die
Schweigsamkeit der Landesregierung ist maßlos", sagte er. Seiner Meinung nach
müsse die Landesregierung endlich deutlich machen, dass sie die Sorgen der
Menschen im Kreis Mettmanne erst nimmt. Auch die Sturheit der Bezirksregierung,
die bei der Sitzung ebenfalls nicht dabei war, kritisierte Clauser an. Beim
Thema Kohlenmonoxidleitung laufe bei der Bezirksregierung Düsseldorf fachlich
vieles daneben. |
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12.11.2008 |
Ratssondersitzung zur CO-Pipeline
In einer Sondersitzung beschäftigt sich der Rat der Stadt Langenfeld heute mit
der Bayer CO-Pipeline. Dazu werden Vertreter der Firma Bayer, Landrat Thomas
Hendele, Kreisbrandmeister Friedrich-Ernst Martin und Pipelinegegner aus dem
Kreis Mettmann erwartet. Offen ist, ob das zuständige Landesministerium und die
Bezirksregierung Düsseldorf ebenfalls zu der Sitzung kommen, die um 18:00 Uhr in
der Langenfelder Stadthalle beginnt. |
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08.11.2008 |
Pipeline-Gegner wenden sich erneut gegen die
Inbetriebnahme der Pipeline
Die IG Erkrath hat ihren Widerstand gegen die Inbetriebnahme der Co-Pipeline
Nachdruck verliehen und fordert erneut, Schluss mit nicht einschätzbaren Risiken
zu machen. Hintergrund ist ein Gutachten zum Großbrand im März bei Ineos im
Chemiepark Köln-Worringen. Demnach hatten die Einsatzkräfte bei dem Großbrand
die Situation offenbar falsch eingeschätzt und Wasser zum Löschen eingesetzt,
wodurch das ausströmende Gas schlagartig entzündet wurde. Nach Ansicht der IG
Erkrath könnte eine ähnliche Fehleinschätzung von Rettungskräften im Falle eines
Lecks in der CO-Leitung ebenfalls fatale Folgen haben. |
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07.11.2008 |
Monheimer SPD hat die Resolution gegen die
Pipeline nicht unterschrieben
Trotz der Beteuerung der SPD-Fraktionsvorsitzenden Ursula Schlösser, dass ihre
Ratsfraktion gegen die Kohlenmonoxid-Pipeline sei, hat die Partei hat sich der
Resolution gegen die Bayer CO-Pipeline nicht angeschlossen, sondern den Ratssaal
verlassen, als es um die Abstimmung ging. Als Grund wurde wahltaktisches
Verhalten des Monheimer Bürgermeisters angegeben. |
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06.11.2008 |
Resolution gegen die CO-Pipeline
Monheims Bürgermeister Thomas Dünchheim (CDU) hat die SPD-Fraktion aufgefordert,
sich geschlossen an einer Resolution gegen die Bayer CO- Pipeline zu beteiligen.
Das sei wichtig, um eine "an Eindeutigkeit nicht zu übertreffende Resolution"
auf den Weg zu bringen. Bisher hat sich die
Monheimer SPD für die Pipeline ausgesprochen, womit sich die Partei laut
Dünchheim sowohl in der Stadt als auch im Kreis Mettmann isoliert habe. |
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30.10.2008 |
Mahnwachen wieder
hergestellt
Die in den vergangenen Wochen in Hilden, Langenfeld und Monheim zerstörten
Mahnstätten werden durch die Bürgerinitiative gegen die Kohlenmonoxid-Pipeline
im Kreis Mettmann wieder aufgebaut. Es wurde
weitere
Widerstand gegen die Rohrleitung angekündigt. |
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29.10.2008 |
Nachbesserungen kritisiert
Die Nachbesserungen, die die Düsseldorfer Bezirksregierung bei der geplanten
CO-Pipeline vorgenommen hat, werden von der Stadt Duisburg kritisiert. Nach
Angaben des Duisburger Stadtdirektor sind sicherheitstechnische Forderungen
nicht berücksichtigt worden. Es sind zum Beispiel keine zusätzlichen
Schutzmaßnahmen bei Kreuzungen vorgesehen, obwohl ein Gutachter vorgeschlagen
hatte, diese Bereiche durch stabile Schutzgitter oder Halbbetonschalen
abzusichern. |
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28.10.2008 |
Bayer verweigert
Sicherheitssystem
Der Bayer-Konzern weigert sich, Forschungen für ein Leckage-Aufspürsystem aus
der Luft zu betreiben. Im Gegensatz zum Energieversorger E.ON Ruhrgas, der ein
entsprechendes System für die Überwachung seiner Methan-Pipelines entwickelt
hat, ist man bei Bayer der Meinung, dass es im Falle der Kohlenmonoxid-Pipeline
durch den Kreis Mettmann ausreichend andere Möglichkeiten gebe, die Sicherheit
der Leitung zu gewährleisten. |
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22.10.2008 |
Monheims Bürgermeister sieht die CO-Pipeline vor dem "Aus"
Die Kohlenmonoxid-Pipeline von Bayer ist Geschichte. Dieser Überzeugung ist
Monheims Bürgermeister Thomas Dünchheim. Grund sind angebliche Verfahrensfehler,
die der Bezirksregierung in einer geforderten Ergänzung zum
Planfeststellungsbeschluss unterlaufen sind. Diese Änderungen waren nötig
geworden, nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster eine Nutzung der Pipeline
untersagt hatte. Sollte das Oberverwaltungsgericht die Pipeline-Pläne abermals
abschmettern, geht Dünchheim davon aus, dass Bayer die Leitung aufgibt. |
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20.10.2008 |
Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Regierungspräsident Jürgen Büssow
Die IG Erkrath erwägt, Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Regierungspräsident
Jürgen Büssow einzureichen. Grund sind Sicherheitsmängel auf Baustellen der
Kohlenmonoxidleitung. Diese hatte die IG Erkrath bei der Bezirksregierung zur
Anzeige gebracht, sie sind aber von der Behörde nicht ernst genommen worden.
Konkret geht es um zwei Pipeline-Baustellen in Erkrath. Dort waren Baugruben
frei zugänglich gewesen, weil Absperrungen fehlten. Trotz Beweisfotos war das
Ordnungswidrigkeitenverfahren von der Bezirksregierung eingestellt worden. In
der Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Regierungspräsident Büssow wird auch die
Bearbeitungszeit der Anzeige bemängelt. Gestellt wurden diese Mitte August, eine
Antwort darauf gab es erst jetzt, rund 2 Monate danach. |
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17.10.2008 |
Genehmigungspläne für
die Bayer CO-Pipeline wurden nachgebessert
Die Bezirksregierung Düsseldorf hat offensichtlich die Genehmigungspläne für die
Bayer CO-Pipeline nachgebessert. Inhalte sind nicht bekannt. Sobald die
Unterlagen dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht vorliegen, geht der Rechtsstreit
um die Kohlenmonoxid-Leitung in die nächste Runde. Im Dezember 2007 hatte das
Oberverwaltungsgericht Münster die Genehmigungspläne für die Pipeline abgelehnt.
Das Gericht hatte Zweifel an der Bedeutung, die die Rohrleitung für die
Allgemeinheit haben soll. Daraufhin durfte Bayer die CO-Pipeline zwar
weiterbauen, jedoch noch nicht in Betrieb nehmen. |
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15.10.2008 |
Landtag beschäftigte
sich mit der CO-Pipeline
Heute war die Bayer CO-Pipeline Thema im Düsseldorfer Landtag. Behandelt wurden
die Mängel an der Kohlenmonoxid-Leitung. Die Pipeline-Gegner aus dem Kreis
Mettmann hatten den Landespolitikern eine Dokumentation über Baumängel entlang
der Pipeline-Trasse überreicht. Inzwischen haben sich bereits über 95.500
Menschen mit ihrer Unterschrift gegen die Kohlenmonoxid-Leitung von Bayer
ausgesprochen. Die Tagung verlief jedoch ohne nennenswerte Ergebnisse. Die
Grünen schlugen vor, die eingereichte Mängelliste noch einmal von einem
Gutachter prüfen zu lassen. Dem Antrag wurde stattgegeben. |
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15.10.2008 |
Pipelinegegner
kritisieren veränderten Trassenverlauf in Erkrath
Weil offensichtlich mangelhafte Vorarbeiten geleistet wurden, beantragte Bayer,
die Trassenführung der Pipeline an zwei Stellen in Erkrath zu ändern. Die
Bezirksregierung hat dem Antrag stattgegeben. Damit verläuft die umstrittene
Leitung jetzt drei anstatt fünf Meter an der Garage einer Privateigentümerin
vorbei. Die Bezirksregierung genehmigte dies, ohne eine Enteignung der
Grundstücksbesitzerin einzuleiten. |
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13.10.2008 |
IG Erkrath schaltet
Petitionsausschuss ein
Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte im Juli einen Erkrather Waldbesitzer
enteignet und dabei zuviel Boden in Anspruch genommen. Bei den dann erfolgten
Waldrodungsarbeiten wurde das Areal erst nach mehrmaliger Aufforderung durch den
Waldbesitzer vorgenommen. Außerdem erfolgten die Rodungsarbeiten zu einer Zeit,
die gegen die Ausführungen des Planfeststellungsbeschlusses verstieß. Dagegen
hatte die IG Erkrath Beschwerde bei der Bezirksregierung eingereicht.
Jetzt kam die Antwort vom
NRW-Umweltministerium. Danach gelte bei solchen Enteignungen automatisch
eine Ausnahmeregelung, um den Zeitplan einhalten zu können. Da dieser
Zeitplan schon bei den Rodungsarbeiten weit überschritten war und
deshalb eine Dringlichkeit nicht mehr gegeben war, wird die IG Erkrath
den Petitionsausschuss einschalten, der die Sachlage überprüfen soll. |
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23.09.2008 |
Wegen der zahlreichen Chemieunfälle
der vergangenen Wochen wollen „Die Grünen“ im Kreis Mettmann eine weitere
Resolution gegen die Bayer CO-Pipeline im Kreistag zur Abstimmung bringen. Darin
fordern sie die Landesregierung auf, sich für den Baustopp der Pipeline
einzusetzen. Angesichts der Chemie-Unfälle sei es unverständlich, dass Bayer
nach wie vor am Bau der CO-Leitung festhält. Der Konzern schaffe vollendete
Tatsachen, obwohl die Sicherheitsbedenken nicht ausgeräumt seien. Weiterhin
bemängeln „Die Grünen“, dass von Regierungsseite immer nur tröstende Worte
gesprochen werden. Der NRW-Landtag trage Verantwortung für die Gesundheit der
Menschen im Kreis Mettmann und dürfe diese nicht auf die Gerichte abwälzen.
Dass die Sicherheit der Bevölkerung im Falle der Inbetriebnahme der CO-Leitung
nicht gewährleistet ist, machte der Kreisbrandmeister Friedrich Ernst Martin in
einem „Radio Neandertal“-Interview deutlich. Nach seiner Aussage könne auch ein
noch so guter Gefahrenabwehrplan für die CO-Pipeline nicht für mehr Sicherheit
sorgen. Im Falle eines Schadens an der Pipeline lasse sich eine Gefahr für die
Menschen im Kreis Mettmann allenfalls reduzieren. Der Gefahrenabwehrplan, der
Voraussetzung für die Inbetriebnahme der Pipeline ist, steht immer noch nicht,
viel Fragen seien noch ungeklärt.
Autor: Horst-Peter Horn |
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12.09.2008 |
Anhörung im Landtag
war "für die Katz"
Die
heutige Anhörung im Düsseldorfer Landtag zu den Chemieunfällen der
vergangenen Wochen und zur Bayer CO-Pipeline „war für die Katz“. So
kommentiert Wolfgang Cüppers, der Sprecher der Bürgerinitiative „IG
Erkrath“ die Veranstaltung. Ursachenforschung zu den Chemieunfällen von
Wülfrath und Wuppertal und eine Analyse zu den Sicherheitsmaßnahmen an
der CO-Pipline hatten die Gegner der Leitung heute im Landtag erwartet.
Bekommen hätten sie Statistiken, so Cüppers, die belegen sollen, dass
eine gewisse Anzahl von Chemieunfällen nicht ungewöhnlich sei. Elf
Unfälle habe es NRW-weit im Jahr 2007 gegeben; elf bis jetzt auch in
diesem Jahr. Staatssekretär Palm hätte sogar behauptet, dass die 200
betroffenen Menschen des Wülfrather Gasunfalls statistisch nicht
relevant wären.
Quelle: Radio Neandertal |
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05.09.2008 |
Bayer bestätigt erneut das Allgemeinwohl der CO-Pipeline
Der Bayer-Konzern hat seiner umstrittenen Kohlenmonoxid-Pipeline durch den Kreis
Mettmann erneut „Allgemeinwohl“ bescheinigt. Grund ist ein Brief der
Pipeline-Gegner an den Betreiber Bayer in dem es heisst, die Leitung diene
alleine der Versorgungssicherheit des Konzerns. Diese Annahme sei falsch, heisst
es im Antwortschreiben von Bayer. Vorne weg nennt der Konzern als Argument noch
einmal die Sicherung von Arbeitsplätzen am Industriestandort NRW, aber auch den
Beitrag zum Umweltschutz. Das CO-Gas, das als Nebenprodukt im Chemiepark
Dormagen anfalle, würde ohne Pipeline in die Atmosphäre abgegeben. Im Bezug auf
die Kritik zu pipelinebedingten Wertverlusten bei Grundstücken beruft sich Bayer
auf Einschätzungen von Maklern. "Wenn die öffentliche Wahrnehmung der CO-Leitung
nachlasse, würden sich eventuelle Schwankungen des Grundstücksmarkts schon
wieder beruhigen."
Quelle: Radio Neandertal |
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29.08.2008 |
Steinbrück und Bayer
haben über die CO-Pipeline gesprochen
„Das Gespräch war offen und freundlich – aber ergebnislos”. Mit diesen Worten
fasst die Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese das Treffen zwischen Peer
Steinbrück und Bayer-Chef Wenning zusammen. Sie hatten sich zu einem Gespräch
über die CO-Pipeline getroffen. Die entscheidenden Fragen nach der Sicherheit,
der Gefahrenabwehr und dem Trassenverlauf seien von Bayer nicht ausreichend
beantwortet worden, meint Griese. Wie viele andere lokale Politiker fordert auch
sie die Landesregierung auf, in Sachen CO-Pipeline endlich aktiv zu werden.
Quelle: Radio Neandertal-Nachrichten vom 29.08.2008 |
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27.08.2008 |
Nervöse Bauarbeiter
greifen Pipelinegegner an
Am Dienstag, den 25. August 2008, wurden von der für die Bauausführung
zuständigen Firma vorbereitende Arbeiten für die Unterquerung der A3 im Bereich
Erkrath getroffen. Diese Arbeiten wurden natürlich von einigen Mitgliedern der
Bürgerinitiativen beobachtet und dokumentiert.
Um
Streitigkeiten zu vermeiden, hielten diese sich außerhalb des
Baustellenbereichs auf, so dass der Abstand zwischen der Arbeitstrasse
und den Beobachtern ungefähr 15 Meter betrug. Trotzdem reagierten die
Bauarbeiter äußerst nervös und aggressiv, als sie die Leute entdeckten.
Mir verbalen Attacken nach dem Motto „Verschwindet von der Baustelle“
bis hin zu „Gleich passiert euch was“ waren die Entgleisungen zu
vernehmen und gipfelten in der Behauptung – nach einem Hinweis, dass
eine Baustelle abgesichert sein müsste -, die Mitglieder der Initiativen
hätten die Baustellenabsicherungen und Hinweisschilder entfernt.
Von
diesem hanebüchenen Unsinn mal abgesehen, wurde im Ausschuss für Planung
Umwelt und Verkehr der Stadt Erkrath in einer Sondersitzung am
25.06.2008 folgendes einstimmig beschlossen:
- Zusammen mit den Bürgerinitiativen dokumentiert die Stadt Erkrath
die Mängel in der Baustellenabwicklung, überprüft die Einhaltung des
Planfeststellungsbeschlusses und übergibt diese Dokumentation ihren
Rechtsvertretern. Ziel ist der sofortige Baustopp. |
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22.08.2008 |
Schon wieder ein Gasunfall
Drei Tage, nachdem in Mönchengladbach 107 Menschen bei einem Austritt des Gases
CO² verletzt wurden, lässt ein neuerlicher Zwischenfall mit diesem Gas
aufhorchen. Diesmal passierte es in einer Lackfabrik in Wuppertal, hier wurde
glücklicherweise niemand verletzt. Ebenso wie in Mönchengladbach ist die
Unglücksursache unbekannt.
Wieder ein Beweis dafür, dass geruch- und farblose, hochgiftige Gase in
bewohnten Gebieten nichts zu suchen haben.
Deshalb beharrt die IG Erkrath unverändert darauf, dass der Bau und die
Inbetriebnahme der CO-Pipeline gestoppt werden müssen. Technik ist Menschenwerk,
kann versagen und ist dann nicht oder sehr schwer beherrschbar, wie die
Beispiele zeigen. |
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18.08.2008 |
Hochgiftiges Gas hat
in Wohngebieten nichts zu suchen
Der Gasunfall in Mönchengladbach beweist, dass Technik letztendlich nicht zu
beherrschen ist. Deshalb fordert die IG Erkrath erneut, den Bau der Pipeline zu
stoppen.
Näheres dazu in der Pressemitteilung. |
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10.08.2008 |
Betriebsdruck der CO-Pipeline im Planfeststellungsbeschluss geändert
Die
neueste Pressemitteilung der Bezirksregierung vom 08.08.2008 lässt
aufhorchen. Danach wird durch eine Änderung im
Planfeststellungsbeschluss ausdrücklich festgelegt, dass die CO-Pipeline
nur mit einem maximalen Betriebsdruck von 13,5 bar betrieben werden
darf.
Eine Ergänzung, die als Erfolg der Bürgerinitiativen angesehen werden
kann.
Außerdem hat die Firma Bayer Material Science neben den bereits
bekannten Trassenänderungen in Erkrath und an der Stadtgrenze
Hilden/Solingen nun auch Schwierigkeiten an fünf weiteren Stellen in
Duisburg und Ratingen. Auch dort wurden Trassenänderungen beantragt,
weil Fremdleitungen im Weg liegen.
Die vollständige Pressemitteilung hier (Link der Pressemitteilung:
http://www.bezreg-duesseldorf.nrw.de/BezRegDdorf/hierarchie/index.php |
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08.08.2008 |
CO-Pipeline: Neues
Widerstands-Banner aufgestellt
Die IG Erkrath hat ein neues Banner, das den Widerstand aller im Rat der Stadt
Erkrath vertretenen Fraktionen und der Stadt Erkrath gegen den Bau und die
Inbetriebnahme der CO-Pipeline dokumentiert, entwerfen lassen.
Im Beisein von Bürgermeister Arno Werner wurde dieses Banner auf einem Gerüst,
das die Firma „Keil-Bedachung GmbH“ gesponsert und vor Ort errichtet hat,
befestigt und aufgestellt. Das Banner selbst wurde von allen Fraktionen und der
Stadt finanziert. Es wurde an allen Mahnstätten in Erkrath aufgestellt.
Damit wird auch deutlich, dass die IG Erkrath, die Stadt Erkrath und alle
örtlichen Fraktionen den Widerstand gegen diese überflüssige Pipeline nicht
aufgeben werden.
Foto |
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08.08.2008 |
IG Erkrath reicht Fachaufsichtsbeschwerde ein
Wie bekannt, wurden am 2. Juli in einem Waldstück an der Straße „Am Wormscheid“
Bäume gefällt, obwohl laut Planfeststellungsbeschluss in der Zeit vom 01.03. bis
31.10. ein Eingriff in die Pflanzenwelt unterbleiben soll. Daraufhin hat die IG
Erkrath bei der Bezirksregierung Düsseldorf
Anzeige erstattet, die am 30.07. beantwortet wurde.
Die Antwort ist allerdings so unbefriedigend, dass jetzt
Fachaufsichtsbeschwerde gegen eine Mitarbeiterin der Bezirksregierung
eingereicht wurde. |
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03.08.2008 |
Sachbeschädigung auf CO-Pipeline-Baustelle
Am
31. Juli hatten Arbeiter der Baufirma, die für Bayer die Pipeline-Rohre
verlegt, festgestellt, dass in einem Rohrdüker-Kreuzungsbauwerk, mit dem
eine Gasleitung bei einer Kreuzung mit einem Gewässer in einem
Rohrgraben (Dükerrinne) unterführt wird, Kanthölzer eingebracht wurden.
Anschließend wurde der Düker von den unbekannten Tätern wieder
verschlossen. Der Düker war dabei ebenso wie weitere Rohrleitungen am
Lagerplatz von den Auflagehölzern gerollt worden. Durch das Einbringen
der Hölzer ist ein Schaden von rund 1500 Euro entstanden.
Die
Rohre und der Rohrdüker lagen im Tatzeitraum (5. Juni bis 31. Juli) auf
der Leitungstrasse im Bereich des Eselsbaches. Die Baufirma hat
Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.
Entnommen einer Meldung der Polizei-Pressestelle Mettmann |
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27.07.2008 |
Regierungspräsident kennt gesetzliche Bestimmungen nicht!
Da wollen Bayer und die Bezirksregierung Düsseldorf offensichtlich wieder
einmal bestehende Bestimmungen zum Trassenverlauf von Rohrleitungen, die
Respektierung von Grundstücksgrenzen und die Informationspflicht gegenüber
Eigentümern aushebeln.
Weil auf der Max-Planck-Straße in Erkrath Rohrleitungen anderer Betreiber im Weg
sind, die angeblich so nicht in den Bauplänen verzeichnet sind, hat Bayer bei
der Bezirksregierung Düsseldorf eine Änderung des Trassenverlaufs der
CO-Pipeline beantragt.
Dieses Vorhaben verstößt gegen den Planfeststellungsbeschluss und die TRFL
(Technische Regeln für Rohrfernleitungen), in der ausdrücklich festgelegt ist,
dass der Schutzstreifen einer Rohrfernleitung mindestens 4 Meter breit sein
muss. Das ist bei der geplanten Änderung nicht möglich. Um die geforderte
Mindestbreite einhalten zu können, müsste das Nachbargrundstück in Anspruch
genommen werden, dass nicht enteignet wurde.
Bemerkenswert auch, dass die betroffene Eigentümerin bisher noch nicht einmal
darüber informiert wurde, dass der neue Trassenverlauf auf ihrem Grundstück
verlaufen soll, zumindest auf die Grundstücksgrenze verlegt wird.
Ein weiter Beweis für die eigenartige Auslegung von Bestimmungen zeigt der
Regierungspräsident darin, dass er den Ausführungen der Pipeline-Gegner, die
Pipeline müsse auf Sand gebettet werden, vehement widerspricht. Er legt die TRFL,
auf denen der Planfeststellungsbeschluss beruht, falsch aus, wenn er behauptet,
es wäre lediglich vorgeschrieben, die Pipeline sei auf steinfreiem Boden zu
verlegen.
Tatsächlich heißt es dort, dass bei nicht steinfreiem Boden eine 30 cm dicke
Schicht von steinfreiem Material als Auflager eingebracht werden und dass
zusätzlich eine ebenfalls 30 cm dicke Schicht aus Lehm, Sand oder einem
ähnlichen Stoff um die Rohre herum vorhanden sein muss.
Auch die Behauptung des Regierungspräsidenten, rostende Rohre seien völlig
normal, sind nicht angebracht. Es ist nicht nur so, dass die Rohre rosten, weil
sie monatelang im Wasser liegen, diese werden bereits verrostet angeliefert.
Hier geht es zur Stellungnahme der IG Erkrath!
Autor: Horst-Peter Horn |
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18.07.2008 |
Antrag eines Klägers
abgelehnt
Das Oberverwaltungsgericht Münster hat am 4. Juli 2008 in einem Verfahren
des vorläufigen Rechtsschutzes die Beschwerde eines Klägers gegen eine
Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf durch einen Beschluss abgelehnt.
Der Kläger wollte mit seiner Beschwerde erreichen, dass die Wiederherstellung
der aufschiebenden Wirkung seiner Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss
angeordnet wird. Den geltend gemachten Bedenken gegen den Sicherheitsstandard
der CO-Pipeline und der Trassenführung folgte das OVG nicht.
Aktenzeichen des Beschlusses: 20 B 414/08 |
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18.07.2008 |
Baustellen-Probleme
An offiziell vier Pipeline-Baustellen gibt es Probleme. Aus einer
Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf vom 18.07.2008 geht hervor,
dass Bayer für drei Stellen im Kreis Mettmann und an einer in Solingen ein
Planänderungsverfahren beantragt hat.
Im Zuge der Baumaßnahmen wurde festgestellt, dass dort vorgefundene
Fremdleitungen anders liegen als von den jeweiligen Betreibern angegeben.
Deshalb sei eine Trassenänderung notwendig, deren Genehmigung Bayer beantragt
hat. Die betroffenen Gemeinden und Eigentümer sollen vor einer Genehmigung
Gelegenheit zur Stellungnahme haben. |
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14.07.2008 |
Peer Steinbrück in Erkrath
Heute besuchte der Bundestagskandidat für den Wahlkreis Mettmann-Süd, Peer
Steinbrück, auf einer Radtour die Gemeinden, die in diesem Wahlkreis liegen,
darunter auch Erkrath.
Gegen 11:50 Uhr traf er mit zahlreicher Begleitung im Naturschutzzentrum
Bruchhausen ein, um sich über die Aufgaben dieses Zentrums zu informieren und
mit den dort anwesenden Bürgerinnen und Bürgern zu reden.
Natürlich äußerte er sich auch zur CO-Pipeline. Erfreulicherweise bleibt er bei
seiner Haltung, die Pipeline-Gegner zu unterstützen. Er ist nach wie vor der
Meinung, dass so giftige Stoffe wie Kohlenmonoxid dort produziert werden sollen,
wo sie gebraucht werden. Außerdem ist für ihn nach wie vor die Gesetzmäßigkeit
des Enteignungsgesetzes zweifelhaft. In einem „Radio Neandertal“-Interview ließ
er durchblicken, dass er kein Verständnis dafür habe, wenn Pipeline-Gegner als
schädlich für den Industriestandort NRW dargestellt werden. Aus seiner Zeit als
verantwortlicher Politiker in NRW wisse er sehr wohl, dass die NRW-Bevölkerung
der Industrie aufgeschlossen gegenüber stehe. |
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11.07.2008 |
Bürgertreff
In den diesjährigen Sommer – und Urlaubsmonaten finden keine Bürgertreffs
statt. Der Termin des nächsten Treffens wird rechtzeitig bekannt gegeben. |
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04.07.2008 |
Ordnungswidrigkeitenanzeige gegen die Firma Bayer MaterialScience
Bei den Waldrodungsarbeiten am 2. Juli wurde nicht nur auf einem nicht
enteigneten Grundstück gearbeitet, sondern auch gegen den
Planfeststellungsbeschluss verstoßen.
Danach dürfen Eingriffe in Pflanzenbestände nur außerhalb des Zeitraumes vom
1.3. bis 30.9 eines jeden Jahres durchgeführt werden. Andernfalls müssen
wichtige Gründe vorliegen, damit diese Arbeiten trotzdem erledigt werden können.
Eine Begründung, welche wichtigen Gründe dazu geführt haben, die Rodungen
trotzdem durchzuführen, sind allerdings weder dem Eigentümer noch der Stadt
Erkrath oder der IG Erkrath mitgeteilt worden. Aus diesem Grund hat der
Vorsitzende der IG Erkrath
Anzeige bei der Bezirksregierung Düsseldorf
gestellt. |
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02.07.2008 |
Disput um Enteignungsmaßnahme
Wegen des CO-Pipeline-Baus standen am Mittwoch, den 2. Juli, auf einem
enteigneten Grundstück des Herrn Zech in der Nähe des asphaltierten Weges „Wormscheid“
an einem öffentlichen Wanderweg Baumfällungen an.
Gegen diese Rodungen legte Herr Zech am Vorabend sowohl bei der Baufirma als
auch bei der Bezirksregierung per FAX Widerspruch ein, weil es Zweifel an der
Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme gab. Es ging dabei um einen zusätzlichen Streifen
von fünf Metern, der von der Baufirma für die Baufahrzeuge benötigt wird.
Gegen 9:30 Uhr wurden in dem Waldstück Bretter verlegt, die offensichtlich als
Fahrrampe oder Abstellplatz für einen Bagger oder ein ähnliches Fahrzeug dienen
sollen. Die Baustelle war zu dieser Zeit nicht abgesichert, lediglich ein
normales Verkehrsschild ein paar Meter vor dem Waldstück wiesen auf Bauarbeiten
hin.
Um 9:50 Uhr wurde der erste Baum gefällt, der in Richtung des an diesem
Waldstück entlang laufenden öffentlichen Wanderweges fiel. Die gesamte Umgebung
wurde von einer riesigen Staubwolke eingehüllt. Wäre zu dieser Zeit ein Wanderer
oder Radfahrer dort vorbeigekommen, hätte leicht ein Unfall passieren können,
denn absolut nichts wies darauf hin, dass dort ein Baumarbeiten statt fanden.
Gegen 10.30 Uhr erschien Herr Zech und forderte die Forstarbeiter auf, die
Rodungsarbeiten einzustellen und die Baustelle nach den geltenden
Bauvorschriften zu sichern. Es wurden allerdings lediglich in jeder Richtung des
Wanderwegs jeweils zwei Warnschilder mit einem Hinweis auf Baumarbeiten
aufgestellt. Zwei Schilder wurden aber nicht entsprechend der Vorschriften,
sondern in unmittelbarer Höhe der zu fällenden Bäume aufgestellt. Erst auf eine
erneute Forderung des Herrn Zech, die Baustelle ordnungsgemäß zu sichern,
geschah dies.
Die Rodungsarbeiten wurden schließlich unterbrochen, weil die ausführende
Baufirma Vorwerk und Herr Zech sich nicht auf eine Lösung der Waldrodung einigen
konnten.
Gegen 11:00 Uhr erschien Frau Schwertje-Küpper, eine Mitarbeiterin der
Bezirksregierung Düsseldorf, um eine endgültige Entscheidung herbeizuführen.
Zunächst machte Herr Zech sie auf die mangelnde Absicherung der Baustelle
aufmerksam, unternommen wurde aber in dieser Hinsicht nichts. Auffallend war,
dass die Vertreterin der Bezirksregierung keine eigenen Unterlagen mitbrachte,
sondern auf die Planzeichnungen und sonstigen Unterlagen der Baufirma angewiesen
war.
Nach mehreren Telefonaten und Diskussionen mit Herrn Zech und dem Bauleiter war
es offensichtlich, dass es Unterschiede in der Auslegung des Enteignungstextes
und der Bauzeichnung gab. Bemerkenswert ist noch, dass in den Unterlagen der
Baufirma die betreffende Stelle als Ackerland ausgewiesen war, nach
telefonischer Auskunft der Kreisverwaltung Mettmann (Katasteramt) dieser Ort
aber als Wald bezeichnet wird.
Nach einem ungefähr halbstündigen Gespräch mit einer Anwältin der
Bezirksregierung entschied Frau Schwertje-Küpper gegen 12:30 Uhr, dass Herr Zech
als enteigneter Eigentümer zur Zeit kein Besitzer des Grundstücks sei und
deshalb die Rodungsmaßnahmen zu dulden habe und gab das Grundstück für die
entsprechenden Arbeiten frei. Herr Zech nahm dies zur Kenntnis, gab allerdings
unter Zeugen an, dass er gegen diese Maßnahme sei und sich weitere rechtliche
Schritte vorbehält. Außerdem forderte er nochmals, die Baustelle ordentlich
abzusichern, auch in Fallrichtung der noch zu fällenden Bäume. Dort befindet
sich eine landwirtschaftliche Fläche, auf der zu dieser Zeit Heu abgeerntet
wurde.
Kurz danach verließ er sein Grundstück.
Eine Bemerkung noch am Rande: Gegen 11.20 Uhr fuhr ein Motorradfahrer der
Polizei auffällig langsam an dem Waldgrundstück vorbei.
Die Rodung erfolgte auch ohne vorgeschrieben Baumgutachten
Autor: Horst-Peter Horn |
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21.06.2008 |
Peer Steinbrück unterstützt die Pipeline-Gegner
Am 21. Juni trafen sich in der SPD-Geschäftsstelle in Hilden Vertreter der
Bürgerinitiativen mit dem Bundesfinanzminister und designierten
Bundestagskandidaten für den Kreis Mettmann-Süd, Peer Steinbrück, und der
SPD-Vorsitzenden im Kreis Mettmann, Kerstin Griese.
Bisher hatte sich Herr Steinbrück mit einer Stellungnahme zur CO-Pipeline eher
zurückhaltend geäußert, weil er sich erst genau über das Projekt informieren
wollte. Nun, nachdem ihm alle Informationen vorliegen, sprach er sich
entschieden gegen die Pipeline aus.
In einem „Radio Neandertal“-Interview drückte er sein Unverständnis darüber aus,
dass für ein solch toxisches Gas, wie es CO nun einmal ist, eine Pipeline durch
dicht besiedelte Wohngebiete gebaut werden soll. Es gäbe Alternativen zur
Pipeline, über die er mit den Landtagsabgeordneten NRW sprechen werde. Nach dem
aktuellen Stand komme für ihn eine Inbetriebnahme der Pipeline nicht in Frage.
Diese klare Haltung begrüßen wir natürlich und fordern die Politiker des
Landtages auf, endlich zusammen mit Bayer nach Lösungen und Alternativen zur
Pipeline zu suchen. |
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14.06.2008 |
Die NRW-CDU verbrüdert sich mit Bayer
Am 14. Juni fand in der Dortmunder Westfalenhalle der Landesparteitag der CDU
statt. Nachdem die Landes-CDU den Initiativen weder einen Platz in der
Westfalenhalle noch auf dem Außengelände zubilligen wollte, war es dank der
hervorragenden Unterstützung der Dortmunder Polizei und eines CDU-Ratsmitglieds
aus Hilden realisierbar, eine Genehmigung für eine Mini-Demonstration zu
erhalten. Es war nun immerhin möglich, sich mit ein paar Aktiven auf einer
Verkehrsinsel direkt gegenüber der Einfahrt zum Parkplatz Westfalenhalle 2
aufzustellen.
Direkt an der Einfahrt wurde ein gelbes Banner mit der Aufschrift „CO-Pipeline
ist TODsicher“ angebracht, das alle passieren mussten, die mit dem Auto
anreisten. Darunter war auch der Ministerpräsident Rüttgers, der allerdings, als
er die Delegation der Pipeline-Gegner entdeckte, sein Gesicht hinter einer
Zeitung verbarg.
Nach anderthalb Stunden erschien der Sicherheitschef der Westfalenhalle auf und
forderte uns auf, das Banner zu entfernen, weil es sich angeblich auf dem
Grundstück der Westfalenhalle befand.
Und dann geschah das, was ich einen Hammer nenne. Eine Viertelstunde danach
erschien der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Bayer-Mitarbeiter,
versehen mit einem von der CDU ausgestellten Namensschild am Revers, zusätzlich
noch mit einem Namensschild mit dem Bayer-Logo und mit Informationsmaterial über
die CO-Pipeline in der Hand - natürlich aus der Sicht von Bayer und sagte zu
uns, dass die Verkehrsinsel aber ein gefährlicher Aufenthaltsort sei.
Nun war uns auch klar, warum wir keine Gelegenheit bekamen, uns in oder vor der
Westfalenhalle aufzuhalten. Einen deutlicheren Beweis für die Parteilichkeit der
Landes-CDU kann es nicht mehr geben. Bayer darf seine Position zur Pipeline
darlegen, den Initiativen wird es noch nicht einmal erlaubt, auf dem Gelände vor
der Veranstaltungshalle präsent zu sein und ihre Sichtweise der Problematik
darzustellen.
Etwa 20 bis 30 Prozent der an dem Info-Stand vorbeikommenden Parteitagsbesucher
interessierten sich für unser Anliegen und nahmen entsprechendes Info-Material
in Empfang.
Der angeblich ausgebuchte Vorplatz der Westfalenhalle blieb übrigens komplett
leer. Hier
ein Foto und
unsere Sicht der Dinge!
Autor: Horst-Peter Horn |
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13.06.2008 |
Kreis Mettmanner
Kinderärzte gegen CO-Pipeline
Die Kohlenmonoxid-Leitung von Bayer durch den Kreis Mettmann ist ethisch
nicht vertretbar. Dieser Ansicht sind die Kinder- und Jugendärzte aus dem Kreis
Mettmann. Die Ärzte haben sich nach eigenen Angaben zum Thema
Behandlungsmöglichkeiten von Kohlenmonoxid-Vergiftungen sachkundig gemacht. Vor
allem Schwangere, junge Kinder und ältere Menschen seien im Fall eines Lecks in
der Leitung stark gefährdet. Eine zeitnahe Versorgung sei auf Grund von
unzureichenden Behandlungsmöglichkeiten nicht möglich.
Quelle: Radio Neandertal |
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12.06.2008 |
Vertreter der BI und der IG Erkrath bei Bärbel Höhn
Heute, am 12. Juni, trafen sich Vertreter der Initiativen gegen die CO-Pipeline
mit Bärbel Höhn, ehemaligen NRW-Umweltministerin und seit 2006 stellvertretende
Vorsitzende der Bundestagsfraktion „Bündnis 90/Die Grünen“, um sie über eine
eventuelle Erweiterung der Pipeline bis ins Ruhrgebiet zu informieren. Dieses
Treffen kann als erfolgreich gewertet werden. Mit einer Power-Point-Präsentation
und Informationsmaterial wurde ihr eindrucksvoll vermittelt, wie murksig die
Leitung gebaut wird und welche Sicherheitsbedenken seitens der Bevölkerung gegen
die Pipeline bestehen.
Frau Höhn sagte zu, dieses Thema bei Infoveranstaltungen im Herbst in Oberhausen
und Dinslaken auf die Tagesordnung zu bringen, um die dortigen Gremien
aufzurütteln. Außerdem wird die Fraktion der Grünen in Oberhausen die Stadt und
den Rat um Aufklärung darüber bitten, inwieweit dort bekannt ist, ob bei den
ansässigen Chemiewerken entsprechende Planungen vorliegen. Bei Bedarf sollten
die Werke seitens der Stadtverwaltung angeschrieben und um Auskunft gebeten
werden. |
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28.05.2008 |
Verwaltungsgericht
Düsseldorf hebt den für 16.06.2008 anberaumten Verhandlungstermin zur
CO-Pipeline auf
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27.05.2008 |
Gericht sagt
Pipeline-Verhandlung ab
Erfreuliches von der Pipeline-Front: „Radio Neandertal“ vermeldete in den
Lokalnachrichten, dass das Verwaltungsgericht in Düsseldorf heute eine mündliche
Verhandlung für Mitte Juni in Sachen CO-Pipeline abgesagt hat. Der Grund sind
fehlende Unterlagen der Bezirksregierung. Das Oberverwaltungsgericht in Münster
hatte seinerzeit die Inbetriebnahme der Pipeline untersagt, solange u.a. die
Wirtschaftlichkeit der Gasleitung nicht nachgewiesen werden kann. Bisher ist
dieser Beweis nach Auskunft eines Gerichtssprechers nicht eingegangen, die
Bezirksregierung kann die fehlenden Unterlagen offenbar erst in einigen Monaten
vorlegen. Solange darf die Pipeline auch definitiv nicht in Betrieb genommen
werden |
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21.05.2008 |
Das erste Gespräch mit
Bayer-Vertretern ist nicht nach unseren Vorstellungen verlaufen – teilweise auch
durch unsere Schuld. Leider haben die Emotionen überhand genommen und es wurde
dadurch eine Chance vertan.
Aber auch die Bayer-Leute Dr. Hinderer und Herr Braun sowie die Moderatorin
trugen meines Erachtens nicht dazu bei, dass sich die gegenseitigen Positionen
annäherten.
Deshalb plant die IG Erkrath, ein neues Gespräch mit Bayer zu führen und dazu
den Bayer-Vorsitzenden, Herrn Wenning, einzuladen. |
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20.05.2008 |
Pipelinebau in Erkrath
wurde vorerst unterbrochen
In
Erkrath mussten die Bauarbeiten an der Bayer-CO-Pipeline vorerst
unterbrochen werden . Laut Bayer gibt es im Bereich der Autobahn A46
Probleme, die Leitung so zu verlegen wie sie geplant war:
In Erkrath soll die Pipeline unterhalb der A46 entlang laufen. Bei den
Arbeiten hat sich jedoch herausgestellt, dass der Boden das
unterirdische Verlegen der Leitung nicht zulässt. So etwas könne
passieren und sei nicht außergewöhnlich, sagte uns ein Sprecher von
Bayer. Man müsse nun ein anderes Verfahren anwenden, um die Pipeline in
Erkrath weiter verlegen zu können. Dieses muss jedoch erst bei der
Bezirksregierung beantragt werden. Die Genehmigung kann einige Wochen
dauern.
Quelle: Radio Neandertal |
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12.05.2008 |
Gedenkstätten in Erkrath und Hilden mit System zerstört - In Erkrath hält sich
Bayer und Vorwerk nicht an Vereinbarungen und baggern unangemeldet weiter
Am Abend des 11. Mai bzw. in der Nacht auf den 12. Mai ist die Mahnwache auf der
Max-Planck-Straße von Vandalen mutwillig komplett zerstört worden. Augrund der
Art der Beschädigungen muss davon ausgegangen werden, dass diese Zerstörungen
nicht durch Betrunkene oder Jugendliche begangen wurden. Die Kreuze wurden nicht
etwa umgeworfen, sondern mutwillig und mit System zerbrochen.
Lediglich ein Schild der Stadt Erkrath, ein Kreuz mit der Aufschrift
„Hier entsteht ein neuer Friedhof“ und ein Kreuz mit einem Hinweis auf
die IG Erkrath als Verantwortliche für die Mahnwache wurden verschont.
Auch
die zwei Mahnwachen in Hilden wurden auf die gleiche Weise zerstört. Das
kann kein Zufall sein!
Der
Vorsitzende der IG Erkrath hat bei der Polizei Anzeige erstattet.
In
diesem Zusammenhang könnte es von Interesse sein, dass am Dienstag, den
13. Mai, weitere Baumaßnahmen bezüglich des Pipeline-Baus stattfinden
sollen.
Entgegen einer mündlichen Vereinbarung zwischen der Stadt Erkrath, der
Firma Bayer und des ausführenden Bau-Unternehmens wurden weder die
Stadtverwaltung noch die IG Erkrath über dieses Vorhaben informiert.
Autor: Horst-Peter Horn |
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07.05.2008 |
Seit Mai 2007 kämpft
die IG Erkrath gegen die CO-Pipeline.
Am
Mittwoch, den 7. Mai 2008, bestand der Bürgerkampf mit der Initiative
ein Jahr, ein Anlass, eine neue Mahnwache einzurichten. Auf einem
privaten Grundstück in Düsseldorf-Unterbach, direkt an der Stadtgrenze
Erkraths (neben dem Haus „Am Zault“, gegenüber „Haus Unterbach), welches
der Eigentümer dankenswerter Weise für diese Aktion zur Verfügung
gestellt hat, wurden unter reger Beteiligung der von der Pipeline
betroffenen Erkrather Bürger weiß gestrichene Kreuze mit Parolen gegen
die Pipeline errichtet. Etliche Sympathiekundgebungen vorbeifahrender
Passanten begeleiteten diese Aktion.
Autor: Horst-Peter Horn |
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29.04.2008 |
Bürgerpreis 2007 der
Stadt Erkrath geht an die „IG Erkrath“
Am Dienstag, den 29.
April 2008, ist die Bürgerinitiative „IG Erkrath“ aufgrund ihres
Einsatzes gegen den Bau und die Inbetriebnahme der CO-Pipeline von der
Stadt Erkrath mit dem Bürgerpreis 2007 ausgezeichnet worden. Dieser
Preis wird an Personen und Vereinigungen verliehen, die sich durch
privates, soziales oder gesellschaftliches Engagement um, für oder in
der Stadt Erkrath verdient gemacht haben.
Das ist eine verdiente
Würdigung der Arbeit der IG Erkrath, die nicht locker lässt, auf die
Gefahren der CO-Pipeline hinzuweisen. Mit „standing ovations“ wurde der
Vorsitzende der IG Erkrath, Wolfgang Cüppers, bei der Preisverleihung
bedacht, die einstimmig vom Rat der Stadt Erkrath beschlossen wurde. Der
preis ist mit 500 Euro dotiert, mit denen unter anderem eine neue
Mahnwache in Erkrath unterstützt wird.
Diese Preisverleihung
dürfte weit und breit einmalig sein, denn ich habe noch nicht gehört,
dass jemals eine Bürgerinitiative ausgezeichnet wurde. Die werden in der
Regel als Querulanten und Nörgler angesehen – siehe den Kampf gegen
Mobilfunkmasten oder die Bestrebungen, die Blutbuche in Mettmann zu
erhalten.
Die IG Erkrath versteht
es, die Sorgen und Ängste der Bürger ernst zu nehmen und sich nicht von
einem Großkonzern oder einer Landesregierung unterbuttern zu lassen.
Deshalb ist der Preis mehr als verdient.
Autor: Horst-Peter Horn |
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29.04.2008 |
Bezirksregierung gibt
eine Pressekonferenz auf Grund des Veenker - Gutachtens
(mehr ...) |
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28.04.2008 |
Die Stadt Duisburg hat
ein
Gutachten über das Risiko bei Betrieb der CO-Pipeline erstellen lassen, dass
.. |
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22.04.2008 |
CO-Pipeline-Gegner
beim CDU-Landesparteitag unerwünscht
Auf
Anfrage von Herrn Hans-Dieter Clauser MdL an den Generalsekretär der CDU
in NRW Herrn Hendrik Wüst MdL zwecks Aufstellung eines Informationsstandes der
Bürgerinitiative gegen den Bau der CO-Pipeline auf dem Landesparteitag wurde
wegen "Platzmangels" durch Herrn
Hendrik Wüst MdL abgesagt. |
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20.03.2008 |
Die Stadt Erkrath gibt
zu den Vorfällen an der Dauermahnstätte Hochdahler Straße eine Pressemitteilung
raus
(mehr ...) |
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18.03.2008 |
Bayer entfernt ohne
Erlaubnis die Erkrather Dauermahnwache
Trotzdem der IG Erkrath
alle Genehmigungen der Stadt Erkrath und der Kreispolizeibehörde zur
Errichtung der Dauermahnwache und des Lichterumzuges vorliegen, wurde
mit Wissen der Polizei und Unwissen der Stadt Erkrath und der IG Erkrath
die Dauermahnwache entfernt und so mal wieder in die Meinungsfreiheit
des Bürgers eingegriffen.
(mehr ...) |
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17:03:2008 |
Rauchwolke über Köln - Explosion im Chemiepark Dormagen
(mehr ... ) |
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14.03.2008 |
Grandioser
Lichterumzug in Erkrath
Was für ein Erfolg! 500
bis 600 Menschen nahmen gestern an einem Lichterumzug gegen den Bau und
die Inbetriebnahme der CO-Pipeline der Bayer AG teil.
Als die Protestler kurz
nach 18 Uhr am Erkrather Rathaus los marschierten, wurde deutlich, dass
wohl selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen wurden. 
Mit Fackeln, Grablichtern
und Transparenten, auf denen noch einmal auf die Gefährlichkeit des
farb- und geruchslosen sowie tödlichen Gases hingewiesen wurde,
ausgerüstet, schoben sich die Protestler durch die Erkrather
Fußgängerzone bis zu einer Pipeline-Baustelle an der Hochdahler Straße
oberhalb der viel befahrenen A3.
Was von den Politikern
der Landes- und Bezirksregierung gehalten wird, machte unter anderem die
Sprechchöre deutlich: nichts. Der Bürgermeister der Stadt Erkrath und
Politiker aller Parteien, die dem Stadtrat angehören, machten ihren
Unmut über die Genehmigung des Pipeline-Baus und das Verhalten der
Landesregierung und der Firma Bayer deutlich. Der Bürgermeister wies
darauf hin, dass die Stadt Erkrath und der gesamte Rat gegen die
Pipeline sei und bereits seit 2005 Einwände vorgebracht hat.
Auffallend war, dass
keiner der eingeladenen Landespolitiker und auch kein Bayer-Vertreter
bereit war, bei der Kundgebung zu erscheinen. Leider blieb auch Peer
Steinbrück, der Bundesfinanzminister und Möchtegern-Bundestagskandidat
des Wahlkreises Mettmann-Süd, trotz Einladung der Veranstaltung fern,
obwohl er den Bürgerinitiativen zugesagt hatte, sich in dieser
Angelegenheit schlau zu machen und sich bei der Landesregierung und bei
Bayer erkundigen wollte, warum Kohlenmonoxid nicht dort produziert wird,
wo es gebraucht wird, sondern durch Leitungen befördert werden muss, die
durch dicht besiedeltes Wohngebiet führen. Angeblich hatte er
Terminschwierigkeiten, abgenommen hat ihm das keiner der Protestler.
Dann wurde die
Dauer-Mahnwache errichtet – 420 Holzkreuze wurden in Rekordzeit in den
Boden gerammt, an denen Appelle und persönlichen Meinungen in Sachen
CO-Pipeline angebracht wurden. Unzählige Grablichter und Fackeln
erhellten das Dunkel des Abends, so dass das Areal schon von weitem zu
erkennen war.
Autor:
Horst-Peter Horn
Fotos bei Mut-Hilden |
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13.02.2008 |
Sichtschachtungen in
Erkrath
An der Johannesberger Straße Ecke Matius Claudius Straße wurden
Sichtschachtungen durchgeführt, um festzustellen wo genau die Leitungen der
Stadtwerke Erkrath liegen. |
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28.01.2008 |
Pipeline-Gegner Auge in Auge mit dem
Bagger
Seit dem 8. September 2007 steht an der Max-Planck-Straße in Erkrath eine
Mahnwache aus Holzkreuzen, mit der symbolisch gegen den Bau der CO-Pipeline
protestiert wird.
Genau an dieser Stelle trafen sich heute
(Montag, 28. Januar 2008) gegen 7:30 Uhr zufällig 50 Erkrather
BürgerInnen, die sich dafür interessierten, wie Bauarbeiten ablaufen,
die für die Verlegung der Pipeline notwendig sind.
Die Bauarbeiter waren bereits da, machten
allerdings keine Anstalten, mit den Arbeiten zu beginnen. Kurz vor acht
Uhr tauchte dann die Staatsgewalt, vertreten durch zwei Polizisten und
eine weibliche Kollegin, auf. Aus mir unerfindlichen Gründen
bezweifelten sie, dass sich 50 Menschen rein zufällig an der gleichen
Stelle trafen und baten uns, weder den Straßenverkehr noch die
Bauarbeiten zu verhindern. Danach zogen sie sich auf ihren
Beobachtungsposten zurück.
Die Bauarbeiter auf der anderen Seiten
waren sich wohl nicht einig, ob sie nun mit ihrer Arbeit beginnen
sollten oder nicht und telefonierten lieber in der Gegend herum.
Zwischenzeitlich wurden wir wohl als
gefährlich eingestuft, es erschienen nämlich noch zwei weitere
Streifenwagen, deren Besatzung sich zu uns gesellte. Einer der
Polizisten wollte die Personalien zumindest einer Person aufnehmen, die
für ihn als Ansprechpartner dienen sollte, bekommen hat er die
allerdings nicht – war von ihm wohl auch nicht so ernst gemeint.
Gegen 9:00 Uhr begannen die Arbeiter,
Baustellenschilder aufzustellen – es sollte also losgehen. Die Polizei
informierte uns darüber, dass die Bauarbeiter zunächst prüfen würden, wo
und in welchem Abstand die anderen drei normalen Gasleitungen, die im
Boden liegen, genau sind und bat uns, den Weg für den Bagger
freizumachen. Nun, wir wollten ja keine Randale und traten zurück.
Der Baggerführer fing also an, die Erde
auszuheben, aber er kam nicht weit. Irgendetwas lag im Boden, das die
Bauarbeiten behinderte. Wie sich herausstellte, waren es große Steine,
die erst beiseite geräumt wurden. Dann wurde weiter gebaggert, bald
darauf wurden die Arbeiten allerdings wieder unterbrochen, warum, weiß
ich allerdings nicht.
Immerhin haben wir es geschafft, den
Beginn der Bauarbeiten um über eine Stunde zu verzögern und verhindert,
dass die Holzkreuze einfach umgefahren wurden. Die Polizisten -
mittlerweile waren übrigens vier Streifenwagen samt Besatzung anwesend -
vereinbarten darüber hinaus mit den Bauarbeitern, dass die Kreuze, die
für die Erdarbeiten demontiert werden mussten, nach Abschluss der
Arbeiten wieder aufgestellt werden.
Noch ein Wort zu der Polizeipräsenz:
Zeitweise waren sieben Polizisten anwesend, die zwar alle nett und
höflich waren, aber nichts zu tun hatten. Fast täglich lese ich von
Überfällen und Einbrüchen in Erkrath, da wäre es meiner Meinung nach
sinnvoller, Streife zu fahren. Sieben Polizeibeamte für 50 BürgerInnen,
da fehlt irgendwo die Verhältnismäßigkeit.
H.-P. Horn |
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24.01.2008 |
Jetzt auch vorzeitige Besitzeinweisung für die
Inbetriebnahme der Bayer-Kohlenmonoxid-Pipeline vorerst gestoppt
Der 20. Senat des Oberverwaltungsgerichts hat mit drei Beschlüssen vom
24.01.2008 nun auch die vorzeitige Besitzeinweisung der Firma Bayer
Material Science AG (BMS) insoweit vorläufig untersagt, als sie der
Firma BMS erlaubt, die Rohrfernleitungsanlage, die von Dormagen nach
Krefeld/Uerdingen führt, auf Grundstücken der Städte Erkrath und Hilden
sowie der Grundstücksgesellschaft Hilden (Antragstellerinnen) schon vor
einer Enteignung der Grundstücke zu betreiben.
Mit zwei Beschlüssen vom 18.12.2007 hatte
der 20. Senat die aufschiebende Wirkung von Klagen gegen den
Planfeststellungsbeschluss für die Rohrleitungsanlage teilweise
wiederhergestellt (vgl. Pressemitteilung des OVG vom 18.12.2007 http://www.ovg.nrw.de/presse/pressem/2007/p071218.htm).
Nunmehr hat der Senat in drei Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes,
die die Antragstellerinnen gegen die vorzeitige Besitzeinweisung der
Firma BMS betrieben haben, auch die vorzeitige Besitzeinweisung zum
Zwecke des Betriebs der Rohrleitungsanlage vorläufig untersagt. Soweit
die vorzeitige Besitzeinweisung dem Bau der Rohrleitungsanlage dient,
hat das Oberverwaltungsgericht die Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes
abgelehnt. Auch dies entspricht den im Hinblick auf den
Planfeststellungsbeschluss am 17.12.2007 gefassten Beschlüssen.
Zur Begründung hat das
Oberverwaltungsgericht im Wesentlichen auf die Bedenken hingewiesen, die
es im Hinblick auf den Planfeststellungsbeschluss in seinen Beschlüssen
vom 17.12.2007 geäußert hat. Diese schlügen faktisch auch auf die
Vollziehbarkeit der vorzeitigen Besitzeinweisung durch, weil die
vorzeitige Besitzeinweisung als Teil des Enteignungsverfahrens
gewissermaßen auf dem Planfeststellungsbeschluss und seiner
Vollziehbarkeit aufbaue und darüber hinaus eine besondere Dringlichkeit
verlange, die wegen der genannten Bedenken für eine vorzeitige
Besitzeinweisung zum Zwecke des Betriebs der Anlage derzeit nicht
bestehe.
Die Beschlüsse des Oberverwaltungsgerichts sind unanfechtbar.
Az.: 20 B 1769/07, 20 B 1782/07, 20 B 1789/07
Den vollen Wortlaut der Pressemitteilung des OVG Münster finden sie
hier. |
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23.01.2008 |
Landtagsmehrheit offenbart abenteuerliches
Rechtsverständnis
Ohne die Interessen der Bürger zu vertreten stimmten heute die Abgeordneten von
CDU, SPD und FDP für den Fortbestand des offensichtlich verfassungswidrigen
Enteignungsgesetzes.
Damit wird die Rechtsordnung im Lande auf den Kopf gestellt:
Wirtschafts- und Standortförderung wird nicht länger nur mit Subventionen und
Ansiedlungsanreizen betrieben, sondern erstmals auch mit unmittelbaren und
rechtlich zweifelhaften Enteignungen von Bürgerinnen und Bürgern des Landes.
Doch damit nicht genug: gleichzeitig erklärten die Abgeordneten, den
Kohlenmonoxid-Leitungsverbund quer durch Nordrhein-Westfalen weiter ausbauen zu
wollen und damit weit mehr Menschen den Gefahren einer kaum kontrollierbaren
Pipeline aussetzen zu wollen.
Mit dem nach wie vor vagen Hinweis auf ein nicht näher begründetes Allgemeinwohl
bestätigen sich alle Fraktionen außer den Grünen erneut als Wirtschafts- statt
als Volksvertreter, auch wenn sie im Falle Nokia gerade auf bitterste Weise
vorgeführt bekommen, dass dieser Weg nur solange trägt, wie es eben dem
Interessen der Welt-Firma dient - und nicht dem Allgemeinwohl.
Die Tatsache, dass entlang der Pipeline-Trassen die Immobilienpreise einbrechen
und Privatpersonen Verluste in 3-stelliger Millionen-Höhe entstehen, wird bei
dieser einseitig wirtschaftsfreundlichen Betrachtung völlig ignoriert.
Die Landespolitik schlägt damit alle Signale aus Münster in den Wind. Das
Oberverwaltungsgericht hat nicht nur das fehlende Gemeinwohl kritisiert; auch
die alternativlos geplante Trassenführung und zu simple, mangelhafte
Sicherheitsvorgaben werden gerügt. |
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16.01.2008 |
Erfolgreicher Bürgertreff in Alt-Erkrath
Gestern, am 15.
Januar, trafen sich zahlreiche BürgerInnen in den Räumen der
Begegnungsstätte der Caritas auf der Gerberstraße 7. Thema war die
CO-Pipeline von Bayer, deren Inbetriebnahme bekanntlich zumindest
vorläufig vom OVG Münster gestoppt wurde.
Wie geht es weiter? Was kann der einzelne Bürger tun? Das waren die
Fragen, um die es ging.
Zunächst begrüßte der Vorsitzende der IG Erkrath die Anwesenden und
schilderte noch einmal den zeitlichen Ablauf der Pipeline-Geschichte bis
heute und über die Sitzung im Düsseldorfer Landtag.
Danach schilderte Erwin Schumacher, ein langjähriger ehemaliger
Mitarbeiter (Technischer Betreuer und Verkäufer) der Firma, die die
Pipeline-Rohre herstellt, auf sehr eindrucksvolle Art, welcher Murks auf
den Baustellen verbaut wird. Er dokumentierte anhand eines Films und
zahlreicher Bilder, in welchem Zustand sich die Rohre befinden und unter
welchen Bedingungen die dort lagern.
Die meisten Rohre weisen Rostspuren auf, liegen nach Regenfällen
tagelang im Wasser und entsprechen von ihrer Dimension her nicht den
erforderlichen, für einen derartigen Pipeline-Bau erforderlichen Maßen.
Für die Durchleitung von CO ist nach seinen Angaben eine Wandstärke von
mindestens zehn Zentimetern erforderlich, bei den vorgefundenen Rohren
hat er mit einem speziellen Messgerät lediglich eine Wandstärke von 5,5
mm gemessen – 45 Prozent weniger als erforderlich.
Wie leicht diese Rohre beschädigt werden können, demonstrierte er auch.
Mit einem Akkubohrer, der in jedem Baumarkt gekauft werden kann, bohrte
er in nur sechs Sekunden (!!!!!) ein Loch in ein solches Rohr. Man kann
sich leicht vorstellen, was passiert, wenn zum Beispiel ein spitzer
Stein im Erdreich, der nach der Verbuddelung der Rohre dauerhaft einen
Druck ausübt, anrichten kann.
Auch die sogenannte Geo-Grid-Abdeckung, die einem Baggerfahrer bei
eventuellen späteren Bauarbeiten signalisieren soll, dass dort schon ein
Rohr im Boden liegt, erwies sich als vollkommen untauglich. Mit einer
handelsüblichen Schere schnitt er solch eine Abdeckung durch. Da merkt
ein Baggerfahrer mit Sicherheit nichts. Außerdem bezweifelte er die
Wirksamkeit der Fühler an den Rohren, die bei einem Gasaustritt in einer
Überwachungsstelle Alarm auslösen sollen.
Nach diesen ausführlichen Erläuterungen warben er und Herr Cüppers um
noch mehr Engagement der BürgerInnen. Zum Beispiel werden Leute gesucht,
die die Baustellen abgehen und sich an Mahnwachen beteiligen; außerdem
fehlen junge Leute, die sich in dieser Angelegenhit engagieren.
Übrigens, während dieses Bürgertreffs waren vermutlich Spione von Bayer
da. Zwei junge Männer, Mitte/ 20, verließen während der Veranstaltung
den Raum. Ein Bürger, der Verdacht geschöpft hatte, ging den beiden
nach. Dieser beobachtete, wie sie in einen neuwertigen, schwarzen BMW
der 7-er Klasse mit Bergheimer Zulassung (BM) einstiegen und davon
fuhren. Bergheim und Dormagen liegen nur etwa 25 Kilometer auseinander.
Na, klingelt’s?
H.-P. Horn |
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09.01.2008 |
Ausschussmehrheit
unterstützt das Pipeline-Projekt
Der Ausschuss für
Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(Vorsitz Marie-Luise Fasse, CDU) hat den Gesetzentwurf von
Bündnis90/Die Grünen zur Aufhebung des Enteignungsgesetzes für die
Bayer-Kohlenmonoxid-Pipeline (Drs. 14/5025) mehrheitlich abgelehnt.
In der Ausschussdebatte sprachen sich die Regierungsfraktionen von
CDU und FDP gegen den Entwurf aus, der die gesetzlichen Grundlagen
für den Bau der umstrittenen Pipeline zwischen Dormagen und
Krefeld-Uerdingen als nicht verfassungsgemäß bezeichnet.
Der Entscheidung im
Umweltausschuss des Landtags war bereits im Dezember 2007 ein
Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes Münster vorausgegangen.
Dieses hatte die Inbetriebnahme der Kohlenmonoxid-Pipeline vorläufig
untersagt und gefordert, zuvor den Nutzen des Projektes für das
Allgemeinwohl deutlicher herauszustellen.
Johannes Remmel
(Grüne) machte im Ausschuss deutlich, durch den Beschluss des
Oberverwaltungsgerichtes habe sich die Sachlage der Diskussion
geändert. Das Enteignungsgesetz, mit dem der Landtag
Nordrhein-Westfalen im März 2006 die rechtlichen Grundlagen für den
Bau der Pipeline geschaffen habe, beruhe auf falschen
Voraussetzungen. Der umweltpolitische Sprecher der Grünen plädierte
daher für eine Aufhebung des Gesetzes, "um weiteren Schaden von den
Menschen und vom Land abzuwenden."
Karl Kress (CDU)
erklärte: "Nordrhein-Westfalen ist ein Chemieland." Die
Chemie-Industrie leiste einen erheblichen Beitrag zum Wohlstand des
Landes und das Pipeline-Projekt diene auch weiterhin dem
Allgemeinwohl, da es Arbeitsplätze und Wirtschaftsinvestitionen
sichere. Die nun vom Oberverwaltungsgericht Münster geäußerten
Zweifel seien für seine Fraktion "kein Grund, um dem Gesetzentwurf
der Grünen zuzustimmen."
Holger Ellerbrock
(FDP) erneuerte im Ausschuss sein "deutliches Ja zum
Pipeline-Projekt", da es für die Chemieunternehmen in
Nordrhein-Westfalen Standortsicherheit garantiere. "Gerade in einem
globalisierten Standortwettbewerb ist die Vernetzung von
Chemiestandorten unbedingt notwendig", so der umweltpolitische
Sprecher der FDP. Nun komme es darauf an, den Nutzen der Pipeline
für das Allgemeinwohl konkreter darzustellen.
Svenja Schulz
(SPD) forderte die Landesregierung dazu auf, den Dialog mit den
betroffenen Bürgerinnen und Bürgern im Umfeld der Pipeline zu
suchen. Bei der Abstimmung über den Gesetzentwurf der Grünen
enthielten sich die Abgeordneten der SPD-Fraktion ihrer Stimme. Der
Landtag Nordrhein-Westfalen sei nicht in der Rolle, über die
Verfassungsmäßigkeit des Enteignungsgesetzes zu entscheiden,
erklärte Schulze und berief sich dabei auf die Gewaltentrennung von
Judikative, Legislative und Exekutive.
Umweltminister
Eckhard Uhlenberg (CDU) betonte für die Landesregierung, das
Pipeline-Projekt werde fortgeführt. Der Minister bezeichnete
Behauptungen als falsch, das Oberverwaltungsgericht Münster habe das
Enteignungsgesetz für verfassungswidrig erklärt. Lediglich bestehe
weiterer Konkretisierungsbedarf in Bezug auf den
Allgemeinwohl-Beitrag der Pipeline. "Die Landesregierung sieht
deshalb keinen Anlass, das Enteignungsgesetz zurückzunehmen", so
Uhlenberg.
Sebastian Wuwer
Quelle:
www.landtag.nrw.de
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18.12.2007 |
Inbetriebnahme der CO-Pipeline vom Oberverwaltungsgericht Münster vorerst
gestoppt
Bayer darf zwar auf eigenes Risiko die Rohrfernleitung zu Ende bauen,
aber in Betrieb nehmen, darf sie sie vorerst nicht.
Begründung der Entscheidung:
-
Das Gericht ist nicht überzeugt davon, dass die Bedeutung der
CO-Leitung für die Allgemeinheit so groß ist, dass Bayer, als
privates Unternehmen die Leitung mit staatlicher Enteignung auf
fremden Grundbesitz verlegen darf.
Das Gericht stellt auch in Frage, ob der erstrebte positive Effekt
für die Allgemeinheit, also die Stärkung der Wirtschaftskraft
der Industriesparte und der Region auch für die Zukunft hinreichend
abgesichert ist.
-
Das Gericht sieht Klärungsbedarf bezüglich der genehmigten
Trassenführung, insbesondere in Bezug auf die ursprünglich
angestrebte gemeinsame Verlegung mit anderen geplanten Leitungen
sowie auf den Verzicht einer linksrheinischen Trassenführung.
-
Grundsätzlich hat das Gericht keine sicherheitstechnische
Bedenken gegen die Anlage. Problematisch sieht es das Gericht
aber, das die CO-Pipeline nach der TRFL (Technisches
Regelwerk für Fernleitungen) gebaut wurde. Anmerkung: Darin ist
allerdings der Stoff CO gar nicht enthalten. Das heißt, das beim Bau
nur die Grundanforderungen zu erfüllen waren, nicht aber, wie wegen
der Gefährlichkeit von Kohlenmonoxid und des Verlaufes der Leitung
eigentlich erforderlich sein müssten, darüber hinaus gehende
Sicherheitsmaßnahmen.
-
Laut Gericht ist für die Nutzung der Rohrfernleitung kein
überwiegendes öffentliches Interesse oder ein entsprechendes
Interesse der Firma gegeben. Da mit der Betriebsaufnahme der
CO-Leitung die Risiken, insbesondere für die Gesundheit,
sofort aktuell würden, ist das Gericht der Meinung, dass dies
den Antragstellern nicht zuzumuten ist.
Die Beschlüsse des Oberverwaltungsgerichts sind unanfechtbar!
Über
die Beschwerden in den Verfahren zur vorzeitigen Besitzeinweisung wird
das OVG in den ersten Wochen des nächsten Jahres entscheiden.
Den vollen Wortlaut der Pressemitteilung des OVG Münster finden sie
hier. |
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03.12.2007 |
Hallo Ü-Wagen in
Erkrath: Votum gegen die Pipeline
Als vollen Erfolg kann
man die
Sendung "Hallo Ü-Wagen" des WDR-5 Radio bezeichnen, obwohl die
Pipelinebefürworter auf dem Podium ihre erste Garde aufgeboten hatten:
Den Projektleiter von Bayer, Breuer und Herrn Ellerbrock von der FDP.
Die Bürgerinitiativen waren vertreten durch Dieter Donner,
Pressekoordinator der Bürgerinitiativen, von den betroffenen Gemeinden
diskutierte Landrat Thomas Hendele mit.
Zwischen 100 und 200
Bürgerinnen und Bürger waren zu der Sendung am Samstag Morgen auf den
Hochdahler Markt in Erkrath gekommen, um sich zu informieren,
mitzudiskutieren und gegen den Bau der CO-Pipeline zu protestieren. Die
Initiativen hatten einen Informationsstand aufgebaut, der rege besucht
war.
Routiniert führte
WDR5-Moderatorin Julitta Münch durch die zweistündige Sendung und ließ
die üblichen beschönigenden Sprüche von Bayervertreter Werner Breuer
nicht durchgehen. Auch der prominenteste Politikvertreter im Landtag,
der FDP-Politiker H. Ellerbrock erntete nur Mißfallen bei den
zahlreichen Anwesenden. Zustimmung fanden Landrat Thomas Hendele und der
Vertreter der Bürgerinitiativen für den Stopp der CO-Pipeline, Dieter
Donner für ihren Widerstand gegen die Bayer Pipeline. Die befragten
Zuschauer aus dem Publikum drückten einhellig ihre Angst vor den Risiken
und ihre Ablehnung dieser Leitung aus.
Fotogalerie zum Hallo Ü-Wagen |
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06.11.2007 |
Der Jugendrat der
Stadt Erkrath hat heute der IG Erkrath 858 Unterschriften gegen den Bau der
CO-Pipeline übergeben. |
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03.11.2007 |
Die Initiative
Bau-Stopp der Bayer-Pipeline hatte zu einer Großdemo aufgerufen
4.500 von den Gefahren
der Bayer CO-Pipeline Betroffene demonstrierten am heutigen Samstag in
Düsseldorf. In einem langen Demonstrationszug marschierten sie vom
Hauptbahnhof über die Königsallee zum Rathaus. Dort fand eine Kundgebung
statt, auf der die Sprecherinnen und Sprecher der Bürgerinitiativen in
einem eindrucksvollen Szenario einen fiktiven Unfall an der CO-Pipeline
darstellten.
Der parlamentarische
Geschäftsführer der Grünen / Bündnis 90 im Landtag, Johannes Remmel und
die Bürgermeister der betroffenen Städte und Landkreise sprachen sich
für einen sofortigen Baustopp aus.
Fotogalerie zur Demo |
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01.11.2007 |
IG Erkrath erstattet
Strafanzeige
Gestern den 31.10.2007 mussten wir feststellen, dass an unserer Mahnwache in
Erkrath-Unterfeldhaus auf der Max-Plankstraße Ecke Maiblümchen über hundert
Holzkreuze umgetreten oder zerstört wurden. Ebenfalls wurde auch ein Banner
zerstört. Nach Aussage von Zeugen war am Morgen gegen 06:00 Uhr noch alles in
Ordnung. Wolfgang Cüppers, 1. Vorsitzender der IG Erkrath erstatte sofort bei
der Polizei Strafanzeige.
Dank einiger Anwohner konnte der größte Teil der Mahnwache wieder hergerichtet
werden. Die Initiative läßt sich von solchen Aktionen aber nicht verunsichern .
Wir machen weiter, bis die Giftgas-Pipeline gestoppt ist. Auch Unterschriften
für einen Bau-Stopp würden weiter gesammelt. |
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22.10.2007 |
Heute erhielten wir von
der Stadtverwaltung Erkrath eine
Kopie des Beschlusses des Verwaltungsgerichtes Düsseldorf in dem Verfahren
3L 1261/07 Stadt Erkrath./.Bezirksregierung Düsseldorf. Mit dem o.g.
Beschluss wird der Antrag der Stadt Erkrath auf Aufhebung der sofortigen
Vollziehung der vorzeitigen Besitzeinweisung in städtische Grundstücke
zurückgewiesen.
Herr Bürgermeister Werner
berichtete entsprechend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses
der Stadt Erkrath am 18.10.2007.
Die Stadt Erkrath hat die Kanzlei
Baumeister in Münster beauftragt, Beschwerde gegen den Beschluss beim
OVG Münster einzulegen. |
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18.10.2007 |
Am
17.10.07 veranstalteten wir eine Mahnwache vor dem Düsseldorfer Landtag
anlässlich der Anhörung zur CO-Pipeline. Unsere gut besuchte und von
Reportern umringte Mahnwache war ein schöner Kontrast zu dem unmittelbar
daneben stehenden, fast leeren Bayer-Zelt.
Die Anschließende (rund 6½ -stündige) Experten-Anhörung im Landtag war
erwartungsgemäß enttäuschend: die Abgeordneten diskutierten über „alte
Hüte“, die Bezirksregierung war nicht anwesend und die Fachleute aus den
Ministerien, die sie vertreten sollten, antworteten oberflächlich oder gar
nicht. Die Bayervertreter spulten ihr „Standardkonzept“ ab und man konnte
sich zum Schluss nur fragen, warum man den zahlreichen anwesenden Experten
so viel Zeit stiehlt ohne wirklich aus ihrem Fachwissen zu schöpfen.
Ob die Abgeordneten wenigstens im Nachhinein die umfangreichen
Stellungnahmen, die von den Experten vorab schriftlich eingereicht wurden
und im Plenarsaal als Kopie auslagen, zur Kenntnis und zum Anlass nehmen,
dem Antrag auf einen sofortigen Baustopp folge zu leisten, bleibt
abzuwarten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!
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27.09.2007 |
Der WDR hatte zum
Stadtgespräch am 26.09.2007 in die Stadthalle Langenfeld eingeladen. Ca. 500
Zuschauer waren gekommen. In ihrem Schlusswort brachte Simone Fibiger,
Redakteurin von Westpol, die Situation auf den Punkt: Das Vertrauen der
Bürger in Politik und Regierung sowie in den Global Player Bayer ist
zerstört, der angerichtete Flurschaden ist immens. Und die auf das Podium
geladenen Befürworter der CO-Pipeline waren absolut nicht in der Lage, daran
etwas zu ändern.
Aber wie soll das auch gehen,
wenn sich Staatssekretär Dr. Jens Baganz aus dem Wirtschaftsministerium
„Shanghaier Verhältnisse“ in NRW wünscht und Bayer-Projektleiter Werner
Breuer auch Monaten der Diskussionen noch immer nicht vorstellen kann, dass
äußere Einwirkungen auf die Leitung zu einem Leck und damit zu der
Katastrophe führen können. Da ist es doch nur logische Konsequenz, dass die
Ängste und Sorgen der Bürger nicht ernst genommen werden.
Mehr zu der Veranstaltung
lesen Sie in der
Pressemitteilung der Initiative Bau-Stopp der Bayer-Pipeline und auf
www.wdr.de.
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22.09.2007 |
Dr. Sven Christoph
ist als Facharzt für Unfallchirurgie und Notfallmedizin bestens geeignet die
medizinischen Aspekte und die Wirkungen des Kohlenmonoxids auf den menschlichen
Körper aufzuzeigen.
Zu finden ist seine
Präsentation als
Download auf der Webseite der IGIU – Erkrath |
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22.09.2007 |
Dr. Walther Ensslin,
langjährig Chemielehrer in Hilden, wird uns über die chemisch-technischen
Aspekte des Kohlenmonoxids aufklären.
Zu finden ist seine
Präsentation als
Download auf der Webseite der IGIU – Erkrat |
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20.09.2007 |
Initiative antwortet
auf als Bürgerinformation
getarntes Märchenbuch von Bayer
Seit etwa zwei Wochen verteilt Bayer eine Broschüre mit dem Titel
„Bürgerinformation – Die Kohlenmonoxid-Fernleitung von Dormagen nach
Krefeld-Uerdingen“ an die Bevölkerung in den von der Bayer-CO-Pipeline
betroffenen Städten. Aber auch in diesem Werk gelingt es Bayer wieder einmal
nicht, seriöse Antworten und Informationen zu geben. Vielmehr werden die immer
gleichen Phrasen wiederholt, die schon früher von Bayer zu lesen und hören
waren. Dem Untertitel „Antworten auf Ihre Fragen“ wird diese Broschüre damit
absolut nicht gerecht.
Um diesem Missstand
entgegen zu wirken, hat ein aus Mitgliedern der Initiative „Bau-Stopp
der Bayer-Pipeline“ zusammengesetztes Autorenteam eine Kommentierung zu
der Bayer-Broschüre erarbeitet. Darin werden dem verharmlosenden Text
von Bayer Aussagen von unabhängigen Dritten und anerkannten Fachleuten
entgegen gestellt, die deutlich machen, wie gefährlich und obendrein
überflüssig die CO-Pipeline wirklich ist. Es werden Aspekte zur
Sicherheit der Leitung ebenso aufgegriffen wie zur Gefährlichkeit des
Kohlenmonoxids. Und auch die sehr eigenwillige Darstellung des
Trassenverlaufs und der angrenzenden Städte wird ins rechte Licht
gerückt – oder besser gesagt: Die Städte Langenfeld, Hilden und Erkrath
rücken auf der richtigen Karte so wie auch in der Realität wieder ganz
dicht an die CO-Pipeline heran.
Zu finden ist die
Kommentierung des Autorenteams als
Download auf der Webseite der IGIU – Erkrath |
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11.09.2007 |
Nach Blockade durch
Landesregierung und BAYER
BAYER-CO-Pipeline:
GRÜNE bringen Aufhebungsgesetz ein
(Entwurf)
Die Grüne
Landtagsfraktion hat heute ein eigenes Gesetz zur Aufhebung des
Enteignungsgesetzes für die "BAYER-Kohlenmonoxid-Pipeline" in den
Landtag eingebracht. Dazu erklärt Johannes Remmel MdL, parlamentarischer
Geschäftsführer und umweltpolitischer Sprecher: „Landesregierung und
BAYER nehmen leider die Ängste und Sorgen der vielen Tausend betroffenen
Menschen vor dem hochtoxischen Gift Kohlenmonoxid nicht ernst und
blockieren eine konstruktive Lösung. Deswegen hat die Grüne Fraktion
heute beschlossen, ein eigenes Gesetz in den Landtag einzubringen, um
das Enteignungsgesetz zugunsten der BAYER-Kohlenmonoxid-Pipeline wieder
aufzuheben. Eine umfassende rechtliche Überprüfung hat klar ergeben,
dass das vom Landtag 2006 beschlossene Gesetz für den Bau der
Rohrleitung nicht verfassungsgemäß ist. Die BAYER-CO-Pipeline dient
ausschließlich den wirtschaftlichen Interessen des Konzerns und nicht
dem Allgemeinwohl. Im Gegenteil, die Sicherheit der Bevölkerung wird
sogar gefährdet. Auch vor dem Hintergrund der Aufgabe der
Propylen-Leitung ist die jetzige Trassenführung nicht mehr begründbar.
Das 'Gesetz über die Errichtung und den Betrieb einer Rohrleitungsanlage
zwischen Dormagen und Krefeld-Uerdingen' vom 21. März 2006 (GV.NRW 2006
S. 130) muss daher aufgehoben werden, da das Gesetz nicht die
Anforderungen erfüllt, die das Bundesverfassungsgericht für
Enteignungsgesetze aus Art. 14 Abs. 1 und 3 GG aufgestellt hat. Für den
Landtag als Gesetzgeber ist es daher geboten, entsprechende Konsequenzen
zu ziehen und das Gesetz wieder aufzuheben.“ |
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11.09.2007 |
Lichtermeer gegen
Angst
Einig im Protest
gegen die Giftgas-Pipeline
Eine düstere Vision erschreckt Fußgänger und Autofahrer auf der
Max-Planck-Str. Ecke Maiblümchen.
Grabkerzen beleuchten die aufragenden Kreuze Was ist
geschehen, dass selbst kräftige Regenschauer am Samstag Hunderte von
Menschen nicht davon abhalten konnten, ihren Protest gegen die Bayer-COPipeline
spektakulär nach außen zu tragen? Bayer baut gnadenlos weiter an seiner Giftgas
– Pipeline; wie lange noch? Dagegen ertönte der Anti-Pipeline-Song aus vielen
Kehlen und half zumindest, Sorgen, Ängste und Nöte in Worte und Töne zu fassen.
" Wir wollen diese Leitung nicht, die unser Leben bedroht", „Wir wollen ohne
Angst leben“, darin waren sich alle einig. Kinder, viele Jugendliche und ältere
Menschen unterstützten den Protest gegen die Giftgasleitung. Und nicht nur
während der Veranstaltung, sondern noch Stunden später kamen Menschen, um
weitere Kreuze zu errichten oder die Kerzen neu zu entzünden. Nach 210 Kreuzen
haben wir zunächst aufgehört zu zählen. Am Abend strahlte das Lichtermeer still,
aber eindringlich. Etliche Fußgänger, Radler und Autofahrer hielten und halten
immer wieder an, um in stummem Protest zu verharren. Der Protest gegen die
Pipeline hat alle Generationen erreicht und geeint. Wildfremde Menschen reden
miteinander; alle waren sich abermals einig, wie dringend es ist, dieses
Bauvorhaben, diesen Wahnsinn sofort zu stoppen.
Viele Leute haben nach dem Ereignis angefragt, ob sie weitere, ihre persönlichen
Wünsche tragende Kerzen , Kreuze etc. aufstellen dürfen. Ja, das ist erlaubt und
ausdrücklich gewünscht. Denn jeder soll die Möglichkeit erhalten, seine eigenen,
ganz persönlichen Empfindungen dort darzustellen und dadurch neue Kraft im
Kampf gegen die Giftgas-Pipeline zu gewinnen. |
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07.09.2007 |
Katholische
Kirchengemeinde Sankt Johannes der Täufer
unterstützt die IGIU - Erkrath und lädt zum Beten ein
Pastor Günter Ernst:
Gott lädt uns ein, unsere Sorgen und Ängste bei ihm abzuladen. Wer seine
Besorgnisse mit anderen teilen und sich den Zuspruch Gottes anvertrauen
möchte, ist zum Abendgebet der Katholische Kirchengemeinde Sankt
Johannes der Täufer, Erkrath, eingeladen. Jeweils Montagabend um 19.30
Uhr beten wir für persönliche und Anliegen der Gemeinde, aber auch um
Hilfe bei der Bewältigung gesellschaftlicher Probleme.
(Termine) |
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07.09.2007 |
wir haben ein
Informationsblatt zur BAYER-CO-Pipeline entworfen, das für Leute gedacht
ist, die nicht betroffen sind und die vielleicht auch noch gar nichts von dem
Giftgas-Projekt in NRW gehört haben. Mit der darauf befindlichen
Unterschriftenliste bitten wir um deren Hilfe und Solidarität.
Bitte senden Sie dieses Informationsblatt per Mail an Verwandte, Freunde und
Bekannte (insbesondere in anderen Städten), an Kollegen (z.B. in anderen
Niederlassungen), an Kindergarten- oder Schulbekanntschaften, wie auch immer. So
kann jeder viele weitere Leute persönlich um Unterstützung bitten. Wir
greifen hier ein wenig das "Kettenbrief-Modell" auf.
Vielleicht können darüber auch wieder alte Kontakte wieder "aufgefrischt" werden
oder man hat eine "kleine Entschuldigung", warum man sich so lange nicht
gemeldet hat :-)
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Wir benötigen nur, wie bisher auch schon, die Original Unterschriftenlisten
zurück!
Also, ran an die e-mail Listen - getreu unserem Spruch
"und täglich werden es
mehr" |
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28.08.2007 |
Widerrechtliche Nutzung
eines landwirtschaftlichen Grundstücks
durch die Firma BAYER
Am 28.08.07 begannen die
Bauarbeiten für die Verlegung der CO-Pipeline in Erkrath / Unterfeldhaus.
Die von BAYER beauftragte Baufirma hat im Zuge ihrer Arbeiten Erdboden auf
dem landwirtschaftlichen Grundstück der Verwaltung Zech von Hymmen
abgelagert. Für die Nutzung des Grundstückes lag jedoch keine Genehmigung
der Verwaltung Zech vor. Die Verwaltung Zech beauftragte daraufhin einen
öffentlich bestellten Vermesser des, der den genauen Grenzverlauf in der
Örtlichkeit feststellte. Mit einem Schreiben vom 31.08.07 wurde dieser
Sachverhalt der Firma BAYER per Fax und Einschreiben mitgeteilt. Am 4.09.07
ging um 8.27 Uhr per Fax ein Schreiben der Firma BAYER bei der Verwaltung
Zech ein. Darin bestritt die Firma BAYER die widerrechtliche Nutzung des
Grundstückes. Nur 1 Stunde später rief ein Vertreter der ausführenden
Baufirma in der Verwaltung Zech an und erkundigte sich, ob er den
widerrechtlich abgelagerten Boden entfernen könnte. Um 11.56 Uhr forderte
die Verwaltung Zech die Firma BAYER auf, die aufgetretenen Widersprüche
zwischen der Firma BAYER und der Baufirma zu klären.
Anmerkung: der Vorfall
belegt die widerrechtliche Nutzung der Firma BAYER und außerdem die
Kommunikationsprobleme zwischen der ausführenden Baufirma und der Firma
BAYER.
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26.08.2007 |
SPD-Landesparteitag beschließt Baustopp
Intiative der Kreis-Mettmann-SPD war erfolgreich
Einstimmig hat am Samstag
der SPD Landesparteitag in Bochum einem Antrag der Kreis-Mettmann SPD
zugestimmt, den Bau der CO-Pipeline bis zur Klärung der anhängigen
Gerichtverfahren auszusetzen. Weiterhin will der Beschluss die Prüfung
der rechtlichen Grundlagen, auf die das Baurecht sich bezieht. Hier geht
es vor allem um die Definition des Begriffs „Allgemeinwohl“.
„Gegebenenfalls,“ so die SPD „ ist eine Revision des Gesetzes
anzustreben.“
Pressemitteilung ... |
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23.08.2007 |
Zur Erdbebensicherheit
der CO-Pipeline
Wesentliche Grundbedingungen vom RW-TÜV nicht beachtet. Die
Erdbebensicherheit bei der CO-Pipeline ist nicht nachgewiesen
Stellungnahme des Kreises Mettmann zur Pressemitteilung der
Bezirksregierung |
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21.08.2007 |
Der WDR sendet
eine 30-minütige Sendung mit Live-Interviews vom Gut Blee in Monheim am
Rhein.
Mit dabei unter anderem Bürgermeister Dr. Dünchheim
aus Monheim sowie Vetreter der Initiativen Baustopp der CO-Pipeline. |
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19.08.2007 |
Bayer bolzt mit Bagger
über Bolzplatz
In Hilden im Biesenbusch
setzt Bayer ein weiteres Zeichen, wie
unsensibel ein Konzern im Gleichschritt mit einer willfährigen Genehmigungs-behörde vorpreschen kann.
Mehr dazu in der
Pressemitteilung ... |
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17.08.2007 |
Bayer verteilt "Informationsschreiben"
an Haushalte in Trassennähe:
Viele Bürger, die in der
Nähe der CO-Pipeline wohnen, erhielten ab dem 17.08. per Postwurfsendung
ein Schreiben, in dem Bayer wieder einmal versucht, das Projekt
CO-Pipeline zu verharmlosen.
In dem Schreiben werden
schon wieder die Allgemeinplätze wiederholt, die schon bei diversen
Informationsveranstaltungen als Antwort auf Fragen der Bürger zu hören
waren. Neue Antworten bringt der Brief nicht, es sind die immer gleichen
ausweichenden und ungenügenden Phrasen, die auch durch noch so häufige
Wiederholung in keiner Weise beruhigen.
Neu dagegen ist die
Aussage, dass es eine Zusammenarbeit mit den lokalen Feuerwehren
gibt. Aber dummerweise ist sie zumindest für die Stadt Erkrath falsch,
wie uns von Herrn Bürgermeister Arno Werner bestätigt worden ist.
Seltsam ist auch, dass in
einigen Stadtteilen das Schreiben nur an Bewohner von Einfamilienhäusern
gegangen ist, während direkt benachbarte Mietwohnungen nicht
berücksichtigt worden sind. |
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16.08.2007 |
Kirche zur
Enteignungsverhandlung geladen – Bayer und Enteignungskommissar nehmen Eigentum
und stehlen Zeit ?
Die Kath. Kirchengemeinde
St. Martin in Langenfeld-Richrath steht vor dem Enteignungskomisar der
Bezirgsregierung. Die Initiative Baustopp der CO-Pipeline war mit 2
Vertretern vor Ort. Mehr dazu in der
Pressemitteilung ... |
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15.08.2007 |
Öffentliche Sitzung des
Umweltausschuss
im Landtag
fast
unter "Ausschluss der Öffentlichkeit"
Letzendlich wurde der Tagesordnungspunkt vorgezogen und alle noch
anwesenden Besucher konnten die Sitzung miterleben. Mehr dazu in der
Pressemitteilung ...
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14.08.2007 |
Arbeiten
bei Haus Brück gehen weiter!!
Da sich Vertreter von Bayer und der Eigentümer von Haus Brück geeinigt haben
wird dort unter enormen Zeitdruck seit heute um 15.30 Uhr weitergearbeitet und die
Bohrung unter der Regiobahn hindurch vorbereitet. |
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13.08.2007 |
Vorläufiger Baustopp
bei Haus Brück erreicht
Nach starker
Verschlammung des Burggrabens und den angrenzenden Teichen der unter
Denkmal stehenden Wasserburg so wie eine Vertraglich nicht genehmigte
Baubreite von zum Teil bis 40 Meter( Vertraglich erlaubte Breite 16
Meter ) und der nicht vertraglich vorgegebenen Bauanmeldung von 6 Wochen
vor Baugin hat eine Zusage von Bayer zum Baustopp bis zur Klärung des
Flächennutzung bewirkt. |
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12.08.2007 |
Pipeline-Gegner
erstatten Anzeige |
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11.08.2007 |
A3 durch Trassenbau beschädigt |
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10.08.2007 |
Arbeiten bei Haus
Brück ohne Vorankündigung begonnen
Wir erhielten eine Anruf der Eigentümer von Haus Brück, wonach die Arbeiten
trotz vertraglich vereinbarten 6 Wochen Vorankündigung, ohne Anmeldung
Bayer mit den Arbeiten begonnen hat. durch den starken Regen der letzten Tage
ist der Schlamm von der Baustelle über die Felder in die Teiche von Haus Brück
geflossen und hat wahrscheinlich auch Schaden angerichtet. Soweit uns bekannt
ist, liegt Haus Brück in einem Landschaftsschutzgebiet. |
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09.08.2007 |
In Erkrath wird weiter
gebaut: Über das
Gästebuch der IGIU-Seite haben wir erfahren, dass die Bauarbeiten im Bereich
Neandertal unter der Autobahnbrücke weiter gehen. |
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06.08.2007 |
Stellungnahme der Feuerwehr der Stadt Erkrath vom 26.09.2005 und
weitere interessante Dokumente ... |
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02.08.2007 |
Erste Infos zum
Notfallszenario von Bayer
und eine
Pressemitteilung der Initiativen Baustopp dazu |
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30.07.2007 |
Beginn der Bauarbeiten
bei Bauer Neu
In Hilden wird zu Beginn
der Bauarbeiten eine Mahnwache stattfinden. Wir bitten jeden, der Zeit
hat und uns unterstützen möchte zu dieser Mahnwache zu kommen.
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28.07.2007
bis
29.07.2007 |
Auch Ihre Unterschrift
zählt
Deshalb sind auch wir mit einem Stand auf dem Hochdahler Markt beim Fest der
Emotionen, wo sie ihre Unterschrift leisten können |
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27.07.2007 |
Mahnwache vom 27.07.
Die Erkrather Mahnwache war
mit rund 200 Teilnehmern, die zum großen Teil bis nach 21.00 Uhr vor Ort
waren, ein voller Erfolg. Die vielen Unterschriften, die wir bisher in
Erkrath gegen die CO-Pipeline sammeln konnten, sind das Eine, aber dass so
viele Menschen „aufstehen“ und durch persönliche Anwesenheit demonstrieren,
dass sie die Pipeline nicht haben wollen, zeigt deutlich den Missmut der
Bevölkerung hinsichtlich der Gesetzeslage und des rücksichtslosen
Vorantreibens der Bauarbeiten durch Bayer.
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24.07.2007 |
Bürgermeister Arno Werner
hat uns heute darüber informiert, dass Erkrath heute die vorläufige
Besitzeinweisung erhalten hat.
Auf städtischen Grundstücken gibt es bisher keine Bauarbeiten.
Allerdings liegt inzwischen ein Beschluss der Bezirksregierung zur
vorläufigen Besitzeinweisung vor. Danach könnte ab Samstag auch auf
Grundstücken, die der Stadt gehören, mit der Verlegung der Rohre
begonnen werden. Hiergegen wehrt sich die Stadt durch Anträge beim
Verwaltungsgericht in Düsseldorf. |
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24.07.2007 |
In
Erkrath wird gebaut: Im Bereich der Strasse "Gans" und im Stindertal wird
der Pipeline-Bau vorangetrieben, bisher wohl auf Privatgelände.
Die
IGIU - Erkrath hat davon aus der Presse und von einer Bürgerin erfahren,
der Stadt Erkrath lagen dazu nach Auskunft von Bürgermeister Arno Werner
bisher keine Informationen vor.
Meldungen, dass auch im
Süden von Unterfeldhaus an der Pipeline gebaut wird, konnten bisher
nicht bestätigt werden. Bei den Arbeiten soll es sich um die Verlegung
von Telefonkabeln handeln. |
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23.07.2007 |
Offizielles
Auskunftsersuchen des BUND an die Bezirksregierung Düsseldorf, Herrn
Regierungspräsident Büssow
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21.07.2007 |
An den
heutigen Infoständen in Erkrath wurden wieder 1.282 Unterschriften gesammelt.
Insgesamt wurden bisher in Erkrath 6.967 Unterschriften abgegeben
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21.07.2007 |
CO-Trassenandacht am
Südfriedhof
60
Leute trafen sich in der kleinen Kapelle auf dem Südfriedhof in Hilden,
um anlässlich des Beginns der Bauarbeiten in Hilden , um inne zu halten
und der Tatsache zu gedenken, dass nunmehr die Vorbereitungen zum Bau
der Giftgas-Leitung auch in Hilden Gestalt angenommen haben. Pfarrer
Joachim Rönsch stellte die Andacht unter die Gedanken der Wochenlosung
aus Psalm 27:
„Gott ist uns Licht
und Heil , vor wem sollten wir uns fürchten ?“ und „Laß uns den Weg
Deiner Güte gehen, denn wo Güte ist, da verschwindet die Angst, und das
Leben kehrt wieder, das wir suchen.“
Die Lieder: „Gib
Frieden, Herr, gib Frieden“ und „Fürchte dich nicht“ gaben
den Anwesenden – unter ihnen viele Teilnehmer der Mahnwache von
Donnerstag und einiger Aktiven aus Erkrath - die Zuversicht und Kraft
auch für einen Gang über den Friedhof und entlang der Trasse, um dann am
Boverhaus gemeinsam das Schlussgebet zu sprechen; als Rückbesinnung
ereignisreicher und teilweise bedrückender Wochenerlebnisse.
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20.07.2007 |
Co-Pipeline ist
in Ratingen bereits im Bau / Großer Bericht mit Fotoserie |
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20.07.2007 |
Bauarbeiten in Hilden
ruhten nach der Mahnwache
Ob es ein Ergebnis der
Mahnwache oder schon der Beginn einer besseren Einsicht von Bayer ist,
wissen wir nicht. Aber nach dem Beginn der Arbeiten am Donnerstag und
nach unserer Mahnwache wurden die Arbeiten in der Giesenheide beendet
und seit Freitag ruht die Baustelle wieder. Wir wünschen uns, dass dort
auch weiter Ruhe herrscht und die Verunsicherung und die Angst der
Betroffenen nicht weiter gesteigert wird. |
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20.07.2007 |
Auf telefonische Anfrage
teilt die Bayer AG mit, dass derzeit außer den auf der Bayer-Homepage
veröffentlichten keine weiteren Informationen über den genauen
Trassenverlauf herausgegeben werden. Begründung: "Das Kartenmaterial liegt bei
der Bezirksregierung zur Überprüfung".
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19.07.2007 |
Start der Bauarbeiten für den Pipeline-Bau in Hilden
Eine Firma Schneider hat
in der Giesenheide in Höhe JWD Hochdahler Straße mit den Baggerarbeiten
begonnen. |
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18.07.2006 |
MUT
e.V. Hilden hat gesicherte Erkenntnisse erlangt, dass morgen
(19.07.2007) die Bauarbeiten für den Pipeline-Bau in Hilden beginnen werden.
Eine Firma Schneider soll in
der Giesenheide in Höhe JWD Hochdahler Straße mit den Baggerarbeiten
beginnen.
Sie bittet darum, dass morgen
früh einige Pipeline-Gegner mit Plakaten zu einer Mahnwache zur Baustelle
kommen.
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16.07.2007 |
Hildener Bürger fordern
von Bayer die Rückabwicklung der "Enteignung".
Dazu hier ein Auszug aus
einer Mail an die Bayer AG, die uns heute erreicht hat:
An: kerstin.nacken.kn@bayerindustry.de
Betreff: CO-Pipelinebau in Hilden
Sehr geehrte Frau Nacken,
... Es trifft nicht zu, daß Ihnen alle Wegerechte vorliegen. Für unser
Grundstück haben wir mit Schreiben vom 19.06.2007 an die Bayer Material
Science die Rückabwicklung der Verträge vom 04.05.2006 gefordert. Unsere
Grundstücke stehen Ihnen für den Bau der CO-Pipeline n i
c h t zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Werner und Wilma Roth
Krabbenburg 29
40723 Hilden |
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16.07.2007 |
Bayer kündigt in
Pressemitteilung den Baubeginn in Hilden für heute an, vor Ort konnte die
Initiative Baustopp aber keine Bautätigkeiten feststellen |
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15.07.2007 |
Bayer
und Bezirksregierung Düsseldorf wollen Planfeststellung ändern:
Ein entsprechender Antrag der Bayer AG liegt bei der Bezirksregierung. Die
Initiative Bau-Stopp der Bayer-Pipeline stellt ein offizielles Auskunftsersuchen
zu dem Änderungsantrag von Bayer.
Wie einer
Pressemitteilung der BR zu entnehmen ist, ist dieser neue Antrag der Bayer
AG ist auch der Grund, warum die Bezirksregierung ihre Teilnahme an weiteren
Informationsveranstaltungen abgesagt hat. |
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14.07.2007 |
IGIU
informiert Erkrather Bürgerinnen und Bürger auf 3 Informationsständen in
Unterfeldhaus, Alt-Erkrath und Hochdahl. Es werden über 1.500 Unterschriften
gesammelt. |
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13.07.2007 |
Plakat der IGIU gegen CO-Pipeline |
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13.07.2007 |
Flyer der IGIU „Das geht uns alle an“ |
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13.07.2007 |
Der gestrige Tag war ein außerordentlich erfreulicher und erfolgreicher
Tag für unsere Initiative und insbesondere für von der Enteignung
bedrohten und bereits betroffenen Bürger und Kommunen. Das
Rohrleitungsgesetz - Enteignungsgesetz - wurde von Prof. Muckel als
eindeutig verfassungswidrig eingestuft. Aber nicht nur das Gesetz
erhielt das Prädikat rechtswidrig, auch dem Planfeststellungsbeschluss
ist deswegen schon formell die rechtliche Basis entzogen. Im Klartext:
Jede Massnahme, welche die Bayer beantragt und die Bezirksregierung
genehmigt, ist damit Rechtsmißbrauch.
Das Grundgesetz soll den Bürger vor dem staatlichen Eingriff in seine
Grundrechte schützen, so Professor Muckel in seinem Vortrag.
Landesregierung, das Landesparlament und alle Verwaltungsebenen sollten
dies akzeptieren. Doch in diesem Verfahren tun sie das bisher noch gar
nicht. Vielmehr lassen sie die Betroffenen Bürger alleine in Ihrem Kampf
um ihr Grundrecht auf Eigentum und körperliche Unversehrtheit. Das darf
nicht so bleiben. Und es kann nicht sein, dass der Konzern Bayer das
Recht bekommt, den Vorgarten braver Bürger zu durchbaggern und der
Bürger muss sich durch die Instanzen quälen, während Bayer schon die
Euros und Dollars zählt.
Das haben die Initiativen gemeinsam mit betroffenen Bauern zwei Stunden
vor dem Pressetermin bei der
kleinen Kundgebung mit Transparenten und Parolen deutlich gemacht:
>> CO,CO die Pipeline geht KO !
>> Keine Zwangsenteignung für die Giftgasleitung !
>> Schickt das Giftgas zu Bayer zurück !
Der Protest wächst weiter und
die Bezirksregierung schwächelt schon. Sie sagt bei
Informationsveranstaltungen lieber ihre Teilnahme ab, als sich den
kritischen Fragen zu stellen. So werden wir wohl am 19.07. in Monheim
den Regierungspräsident Büssow als Pappkameraden betrachten können.
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11.07.2007 |
Zusammenfassung der verfassungsrechtlichen Bewertung des Lex
Bayer |
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11.07.2007 |
Resolution der Bürgermeister und des Landrates an
Regierungspräsidenten Rüttgers |
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09.07.2007 |
Die IGIU wird im Juli immer Donnerstags nachmittags auf dem
Hochdahler Markt und Samstags vormittags auf dem Hochdahler Markt, in der
Fußgängerzone in Alt-Erkrath und auf dem Neuenhausplatz vor REWE Infostände
aufbauen. [Termine]
Dort können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über das Thema CO-Pipeline
informieren und sich in eine Unterschriftenliste eintragen.
Es werden hierzu noch dringend Helder gesucht. |
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06.07.2007 |
Leserbrief zum Urteil des
Düsseldorfer Verwaltungsgerichtes |
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02.07.2007 |
In einem
offenen Brief an RP Büssow vom 28.06.2007 macht der der Verband Wohneigentum
Rheinland e.V. auf erhebliche Sicherheitsbedenken aufmerksam. |
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26.06.2007 |
Die Initiative Baustopp der CO-Pipeline hat die Einladung der Abgeordneten zu
einem Gespräch am 28.06.2007 angenommen. Erkrath wird vertreten
durch den Sprecher der IGIU, Herrn Wolfgang Cüppers.
Mehr dazu in der
Pressemitteilung der Initative Baustopp |
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21.06.2007 |
Die
IGIU Erkrath war mit einem Infostand in der Stadthalle Erkrath vertreten. Hier
ein
Bericht zur Infoveranstaltung. |
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18.06.2007 |
Infoblatt der IGIU Erkrath zur CO-Pipeline |
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16.06.2007 |
Auf der Abschlusskundgebung gegen die CO-Pipeline in Hilden
wurde ein
offener Brief der Pipelinegegner der Pipeline-Gegner verlesen. |
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14.06.2007 |
Am 14.06.2007 hat der Landtag unter TOP 12 über den Antrag
der Grünen zum Thema CO-Pipeline beraten. Weiteres im
Protokoll der Sitzung. |
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