„Der Westen - NRZ“ vom 08.04.2009

 

Bayer sichert sich ab

 

NRZ: Monheim, 07.04.2009, Daniel CNOTKA
CO-Pipeline: Vertrag mit dem Land soll „Gemeinwohlnützigkeit” der Röhre bestätigen. Trasse zu 99 Prozent fertig gestellt.
Lange war es ruhig um das Thema CO-Pipeline. Nach dem Vorstoß von Bayer beim Verwaltungsgericht Düsseldorf (NRZ von gestern) hat der Chemiekonzern jetzt mit dem Land NRW einen öffentlich-rechtlichen Vertrag abgeschlossen. Dieser soll die „Gemeinwohlnützigkeit” der Pipeline von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen absichern. Das berichtete das Unternehmen gestern am Stammsitz Leverkusen.

In dem Kontrakt gehe Bayer eine Reihe von Verpflichtungen ein. „Dieser Vertrag ist ein positives Signal für den Verbundstandort Dormagen/Krefeld-Uerdingen”, erklärte Vorstandsmitglied Toni Van Osselaer. Die 67 Kilometer lange Rohrleitung sei zu 99 Prozent fertig gestellt. Die Inbetriebnahme hänge vor allem vom Verlauf der gerichtlichen Verfahren ab.

In dem öffentlich-rechtlichen Vertrag sichert die Firma außerdem Investitionen von insgesamt 200 Millionen Euro innerhalb der kommenden fünf Jahre zu. Der Vertrag sehe weiterhin eine Verbesserung der Umweltbilanz vor. Diese werde unter anderem dadurch erreicht, dass große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) am Standort Dormagen künftig nicht mehr in die Atmosphäre abgegeben, sondern als Rohstoff für die CO-Produktion verwendet und damit in den Wirtschaftskreislauf eingespeist würden. Das Unternehmen verpflichte sich, 50 bis 85 Prozent CO2 je Kilogramm des erzeugten CO einzusparen.

Quelle: Der Westen - NRZ