CO-Pipeline: Vertrag mit dem
Land soll „Gemeinwohlnützigkeit”
der Röhre bestätigen. Trasse zu
99 Prozent fertig gestellt.
Lange war es ruhig um das Thema
CO-Pipeline. Nach dem Vorstoß
von Bayer beim
Verwaltungsgericht Düsseldorf (NRZ
von gestern) hat der
Chemiekonzern jetzt mit dem Land
NRW einen öffentlich-rechtlichen
Vertrag abgeschlossen. Dieser
soll die „Gemeinwohlnützigkeit”
der Pipeline von Dormagen nach
Krefeld-Uerdingen absichern. Das
berichtete das Unternehmen
gestern am Stammsitz Leverkusen.
In dem Kontrakt gehe Bayer
eine Reihe von Verpflichtungen
ein. „Dieser Vertrag ist ein
positives Signal für den
Verbundstandort
Dormagen/Krefeld-Uerdingen”,
erklärte Vorstandsmitglied Toni
Van Osselaer. Die 67 Kilometer
lange Rohrleitung sei zu 99
Prozent fertig gestellt. Die
Inbetriebnahme hänge vor allem
vom Verlauf der gerichtlichen
Verfahren ab.
In dem öffentlich-rechtlichen
Vertrag sichert die Firma
außerdem Investitionen von
insgesamt 200 Millionen Euro
innerhalb der kommenden fünf
Jahre zu. Der Vertrag sehe
weiterhin eine Verbesserung der
Umweltbilanz vor. Diese werde
unter anderem dadurch erreicht,
dass große Mengen des
klimaschädlichen Kohlendioxid
(CO2) am Standort Dormagen
künftig nicht mehr in die
Atmosphäre abgegeben, sondern
als Rohstoff für die
CO-Produktion verwendet und
damit in den
Wirtschaftskreislauf eingespeist
würden. Das Unternehmen
verpflichte sich, 50 bis 85
Prozent CO2 je Kilogramm des
erzeugten CO einzusparen.