„Der Westen - NRZ“ vom 20.04.2009

 

Ein Feuer gegen die Pipeline

 
 NRZ: Erkrath, 20.04.2009, Susanne ZIMMERMANN

Gegner rufen am 1. Mai zur Demonstration

Die Pipeline-Gegner geben nicht auf. „Nachdem die Bagger Fakten geschaffen haben, ein dubioser Vertrag geschlossen wurde und Bayer meint, damit Volkes Wille mit Hilfe der Politiker gebrochen zu haben, wollen wir denen zeigen, was wir davon halten - nämlich nichts”, heißt es in einem Aufruf zum Protestfeuer der Pipeline-Gegner. Am 1. Mai ist es ab 20 Uhr Treffpunkt auf dem Rasen an der Mahnwache, Ecke Max-Planck-Straße /Am Maiblümchen. „Wir sind noch hellwach!”, so Wolfgang Cüppers, Sprecher der Erkrather Anti-Pipeline-Aktiven.

Cüppers erhofft sich eine starke Unterstützung - aus den Reihen der Kommunalpolitiker, vor allem aber aus der Bevölkerung. Zunächst werden die Demonstranten am 1. Mai renovierte Kreuze und Transparente aufstellen - immer wieder werden die Bestehenden beschädigt. Anschließend soll ein Fackelzug über die Straßen „Am Maiblümchen”, „Millrather Weg” und „Niermannsweg” ziehen - die Teilnehmer sollten Grablichter oder Fackeln mitbringen. Auf der höchsten Erhebung östlich des Niermannsweges ist eine Kundgebung geplant, das Protestfeuer wird angezündet. Cüppers hofft, dass es bis nach Leverkusen und Düsseldorf sichtbar sein wird.

Die Pipelinegegner hoffen, dass viele Menschen an dieser Demonstration teilnehmen werden. Mehr als 101 000 Unterschriften gibt es bislang gegen die CO-Pipeline. Eine beeindruckende Demonstration soll den Bürgerwillen zeigen, der auch den Richtern der Verwaltungsgerichte nicht verborgen bleiben könne, so Cüppers. „In den letzten 15 Monaten haben Bezirksregierung und Bayer hinter verschlossenen Türen gemauschelt, was das Zeug hielt, ohne die Öffentlichkeit zu beteiligen.”

Quelle: Der Westen - NRZ