Pressemitteilung


Ausgraben oder Aufgraben der CO-Pipeline -
Bayer und Büssow weiter mit Nebelkerzen
Regierungspräsident Büssow versucht mit seinen beinahe täglichen
Bombenstandsmeldungen die „neue Offenheit“ zu demonstrieren. Gleichzeitig tut er
so, als sei das an der CO-Pipeline praktizierte nachträgliche Stochern im Nebel
„das seit Jahren bewährte Verfahren“.
Der von uns schon im Juli 2009 veröffentlichte „Bombenbrief“ aus seinem eigenen
Haus entlarvt das als platte Fehlinformation. Der Normalfall und zwingende
Vorschrift ist, dass die Flächen vor Baubeginn untersucht werden und
vorher darf keinerlei Baumaßnahme erfolgen.
Deswegen läuft ja zur Zeit schon eine Strafanzeige gegen die Baufirmen wegen
Baugefährdung ( § 319 Strafgesetzbuch) und wir sind gespannt, wann die (Un-)
Verantwortlichen sich vor einem Strafgericht ihrer Verantwortung stellen müssen.
Aber nicht nur Büssow sondern auch Harald Liedtke , Kommunikationschef des
Trassen-Bauherrn "Bayer Material Science" (BMS) weist mit abstrusen Behauptungen
- bereits selbst zugegebene und durch einen hohen Beamten des Innenministeriums
im NRW-Umweltausschuss bestätigte - Versäumnisse zurück.
So sollen aufgrund von alten Luftbildaufnahmen einige Bomben schon 2006 entdeckt worden sein? Die neuerlichen Kampfmittelfunde möchte er damit erklären , dass die Trassenführung später geändert worden sei und neue Luftbilder angefertigt und ausgewertet werden mussten.
Die jüngsten
Funde liegen aber genau an der ursprünglich „genehmigten Trasse“ und an
der Grenze von Hilden zu Solingen wurde die Trasse sogar Ende 2008 neu in eine
schon bekannte Verdachtsfläche verschoben, von Büssow genehmigt und sofort zum
Bau freigegeben.
Es wäre jetzt tatsächlich angezeigt, die Leitung in akribischer Kleinarbeit
vorsichtig komplett auszugraben; zumal ja bei den bisherigen Grabungen bereits
die Geogrid-Schutzmatte verletzt wurde (siehe beigefügtes Bild).
Bei einigen Karnevalsumzügen werden wir das mit einem Stopp-CO-Pipeline
-Bautrupp illustrieren.