„Wochenpost Erkrath“ vom 25.08.2009

 

 

CO-Pipeline: Mahnstein symbolisiert Widerstand der Bürger

»Ein schwerer Brocken«

Unterfeldhaus (nm). Ein Mahnstein erinnert seit vergangenem Freitag an der Max-Planck-Straße an den Widerstand der Bürger gegen die Bayer Kohlenmonoxid-Pipeline. Zu dieser dauerhaften Lösung hatte sich die IG Erkrath entschieden, nachdem die Holzkreuze und Banner der ersten Gedenkstätten mehrfach zerstört worden waren. Ermöglicht hatten die Errichtung des mehr als 1,5 Tonnen schweren Kalksteins die Stadt Erkrath, das Kalksteinwerk Neandertal, die Erkrather Fraktionen, die IG Erkrath, zahlreiche Bürger und  Steinmetz Martin Hahn. In Anwesenheit der drei Bürgermeisterkandidaten Arno Werner (CDU), Detlef Ehlert (SPD) und Bernhard Osterwind (BmU) nahmen Wolfgang Cüppers, Vorsitzender der IG Erkrath, und Monika Klaverkamp, die sich ehrenamtlich um die bisherige Mahnstätte an der Max-Planck-Straße gekümmert hatte, die Enthüllung des Mahnsteins vor. »In Sachen Pipeline waren sich die Fraktionen alle einig. Wir alle sehen sie aus einem negativen Blickwinkel«, erklärte Werner. Dabei zeigte er sich zuversichtlich, dass die Leitung auch weiterhin nicht in Betrieb genommen werde: »Die Gerichtsurteile zeigen, dass es für Bayer schwierig bis unmöglich ist, hier noch etwas zu erreichen.«So wenig wie der Widerstand sei auch der Stein nicht zu brechen, so Osterwind über die Symbolkraft des Kalksteins aus Sicht der Bürger. Gleichzeitig habe der Stein eine Symbolik aus dem Blickwinkel von Bayer: »Der Stein ist ein schwerer Brocken und wird manchem schwer im Magen liegen.« Sich an seine Vorredner anschließend, machte auch Ehlert noch einmal deutlich: »Wir sind gegen die Pipeline. Wir bleiben gegen die Pipeline. Und wir werden siegreich sein.«

  

 »Der Kampf der Bürger gegen die Pipeline, 2007 – 20??«: die Inschrift des

 Mahnsteins macht deutlich: So lang der Kampf gegen die Pipeline auch dauern

 mag – die Erkrather geben nicht auf.

 Foto: Marschall

 

Quelle: Rheinische Post vom 09.02.2009 (KOMPAKT)