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21.08.2009 Bürgerprotest in Stein gemeißelt |
Ein
Mahnstein erinnert seit dem 21.08.2009 an der Max-Planck-Straße Ecke Am
Maiblümchen an den die Dauerhaftigkeit des Widerstandes der Erkrather
Bevölkerung gegen die Bayer CO-Pipeline. Seit 2007 vereint Bürgerschaft,
Stadtrat und Verwaltung der Stadt Erkrath der Widerstand gegen die
CO-Pipeline. Der Protest gegen die Pipeline schläft nicht ein und gibt
nicht nach.
Der Stein ist aus dem Kalksteinbruch Neandertal und symbolisiert in
seiner Härte die Unnachgiebigkeit unseres Kampfes, in seinen
Marmorierungen die Vielfältigkeit der Gruppen und Initiativen, welche
den Protest stützen und in seinem Alter die Dauerhaftigkeit des
Protestes. Ermöglicht hatten der IG Erkrath die Errichtung des mehr als
1,5 Tonnen schweren Kalksteins die Stadt Erkrath, das Kalksteinwerk
Neandertal (Willi Schaefer), die Erkrather Fraktionen, zahlreiche Bürger
und Steinmetz Martin Hahn. In Anwesenheit der drei
Bürgermeisterkandidaten Arno Werner (CDU), Detlef Ehlert (SPD) und
Bernhard Osterwind (BmU) nahmen Wolfgang Cüppers, Vorsitzender
der IG Erkrath, und Monika Klaverkamp, Mitglied der IG Erkrath, die sich
ehrenamtlich um die bisherige Mahnstätte an der Max-Planck-Straße
gekümmert hatte, die Enthüllung des Mahnsteins vor. »In Sachen Pipeline
waren sich die Fraktionen alle einig. Wir alle sehen sie aus einem
negativen Blickwinkel«, erklärte Werner. Dabei zeigte er sich
zuversichtlich, dass die Leitung auch weiterhin nicht in Betrieb
genommen werde: »Die Gerichtsurteile zeigen, dass es für Bayer schwierig
bis unmöglich ist, hier noch etwas zu erreichen.« So wenig wie der
Widerstand sei auch der Stein nicht zu brechen, so Osterwind über die
Symbolkraft des Kalksteins aus Sicht der Bürger. Gleichzeitig habe der
Stein eine Symbolik aus dem Blickwinkel von Bayer: »Der Stein ist ein
schwerer Brocken und wird manchem schwer im Magen liegen« Sich an seine
Vorredner anschließend, machte auch Ehlert noch einmal deutlich: »Wir
sind gegen die Pipeline. Wir bleiben gegen die Pipeline. Und wir werden
siegreich sein«