Kleines Bruchhaus

Bebauung von Kleines Bruchhaus nicht ausreichend begründet

Wo ist das Gebiet "Kleines Bruchhaus"?

Wenn Sie die Bergische Allee von den Hochdahler Höhen hinunter Richtung Sandheide/Kemperdick fahren, dann finden Sie vor der Kreuzung Bruchhauser Straße (nördlicher Rand des Stadtteils Kempen) ein freies, überwiegend landwirtschaftlich genutztes Feld. Auf dem Areal steht ein ehemaliger Bauernhof.

Worum geht es?

Bürgermeister, CDU und SPD wollen diesen Freiraum, direkt am Rand des Naturschutzgebietes Bruchhausen bebauen.

Warum soll dieses Gebiet bebaut werden?

Seit Beginn der 80er Jahre war klar, dass Erkrath, damals mit der „Neuen Stadt Hochdahl“ eines Tages eine überdurchschnittlich alte Bevölkerung haben wird. Hochdahl war als „Entlastungsstadt“ für die Landeshauptstadt Düsseldorf geplant und gebaut worden, um einerseits deren Wohnungsnot, Raumenge und steigende Bevölkerungszahl aufzufangen, anderseits einen Teil der Arbeitsplätze in Düsseldorf wahrzunehmen.
Zu diesem Zweck hat die Entwicklungsgesellschaft Hochdahl (EGH) viele Ländereien in Hochdahl gekauft. Heute befindet sich die EGH im alleinigen Eigentum der Stadt Erkrath und ist in Liquidation.
Von der Errichtung eines zusätzlichen kleinen Stadtteils „Klein Bruchhausen“ verspricht man sich statistisch die Senkung des Durchschnittsalters der Bevölkerung und einen Beitrag zur Aufbesserung des klammen städtischen Haushaltes.

Wieso ist die IG Erkrath nicht dafür?

  1. Der Aufbau eines weiteren Stadtteils Klein Bruchhausen schmälert zunächst jenen Freiraum, der den besonderen landschaftlichen Reiz des Lebensraums Hochdahl gerade für junge Familien ausmacht. Dieser Feiraum hat direkt am Randes des Naturschutzgebietes neben der Erholungsfunktion auch wichtige Funktionen für den Naturhaushalt.
  2. In der Analyse der demographischen Situation wird vergessen, dass nicht nur Erkrath eine sinkende Bevölkerungszahl aufweist. Durch den demographischen Wandel, der von Zuwanderern nicht mehr ausgeglichen wird, sinkt die Bevölkerungszahl in der gesamten Bundesrepublik, davon sinkt überproportional die Bevölkerungszahl in NRW, in NRW überproportional die Bevölkerungszahl des Kreises Mettmann. Freiraum für Wohnungsbau zu opfern ist in Zeiten einer mit Sicherheit stark schrumpfenden Bevölkerung eine Kurzschlussreaktion mit mittelfristig schädlichen Auswirkungen. Erkrath schmälert seinen Erholungswert und landschaftlichen Reiz und der vorhandene Baubestand wird so in seinem zukünftigen Wert gemindert.

Warum man nicht nur "Nein" zu neuen Baugebieten in Erkrath sagen darf

Das Nein zum Baugebiet Klein Bruchhausen ist einsichtig begründet, aber damit sind die Probleme, welche aus der demographischen Entwicklung auf Erkrath zuwachsen, nicht gelöst. Auch die IG Erkrath will eine dynamische Stadt, die sich an die Herausforderungen der Zukunft anpassen kann. Wir wollen kein Denkverbot über Neubauten.

Wir unterstützen daher die Forderung nach Aufstellung eines Stadtentwicklungskonzeptes, wie es in den letzten Jahren immer mehr Zustimmung in den Parteien und in der Bevölkerung gewinnt. Hier wird durch externen Sachverstand von Wissenschaftlern im Dialog mit den politischen Meinungen in Erkrath, vor allem auch unter starker Einbindung der politisch unabhängigen Bevölkerung eine Antwort auf die demographische Frage und die Frage nach der auskömmlichen Finanzierung unserer Stadt gegeben. Erst auf einer fundierten Analyse der gesamten Stadt und einer klaren Zieldefinition kann strategisches Handeln mit nachhaltiger Wirkung aufgebaut werden.

In diese Arbeit will sich die IG Erkrath gerne einbringen.


Broschüre der IG Erkrath zum "Kleinen Bruchhaus" (PDF)

Broschüre Bebauung von "Kleines Bruchhaus" mit einer Hauptfeuer- und Rettungswache (PDF)

 Unterschriftenliste gegen die Bebauung von "Kleines Bruchhaus" (PDF)



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