CO-Pipeline

Die unsichtbare Gefahr.

Situation

Die Bayer AG (heute Covestro) baut eine 67 km lange Pipeline von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen durch den Kreis Mettmann, um hochgiftiges Kohlenmonoxid (CO) von Dormagen nach Krefeld zu transportieren. Die Trasse führt parallel zur A3 quer durch das Stadtgebiet von Erkrath. Das Planfeststellungsverfahren ist abgeschlossen, die Baugenehmigung ist erteilt. Auch die Betriebsgenehmigung ist bereits erteilt, wenn auch mit Auflagen durch die Bezirksregierung.

IG Erkrath

Der Verein IG Erkrath ist Teil der Widerstandsbewegung gegen die CO-Pipeline: Wir haben Angst vor dieser Pipeline und sind der Meinung, dass die Bezirksregierung Düsseldorf die Risiken für die Menschen, die nahe der Leitung wohnen, nicht ausreichend berücksichtigt hat. Unmittelbar betroffen sind die Städte Monheim, Langenfeld, Hilden, Erkrath, Düsseldorf-Hubbelrath, Ratingen, Solingen und Duisburg.

Baustopp

Aus diesem Grund fordern wir den sofortigen Baustopp sowie die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses und damit die endgültige Verhinderung der CO-Pipeline. Diese Leitung darf im Kreis Mettmann genau so wenig gebaut werden wie anderswo in unserem Land.

Unterschriften

Um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen, sammeln wir Unterschriften gegen die Pipeline. Nur mit der Unterstützung durch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger können wir genügend Druck auf die Politik ausüben, damit man sich dort noch einmal mit diesem Thema befasst und getroffene Beschlüsse korrigiert werden. Wir wollen aber gleichzeitig auch sachlich informieren, damit die Betroffenen erfahren, was vor Ihrer Haustür geschieht. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf dieser Webseite.

Trassenverlauf in der Übersicht

Dank der hervorragenden Arbeit von Wolfgang Zöllner ist es uns nun möglich hier einen Trassenverlauf nach dem Planänderungsverfahren 2012 mit eingezeichneter Todeszone zur präsentieren wie das Gutachten vom 06.06.2005 des TÜV Nord zur CO-Pipeline bei 13,5 bar ausweist.

Bisher fehlt Bayer die gerichtliche Genehmigung zur Inbetriebnahme der CO-Pipeline. Außerdem gab es während der Bauphase zahlreiche Abweichungen vom Planfeststellungsbeschluss. Daher läuft beim Regierungspräsidium Düsseldorf derzeit ein Planänderungsverfahren. Dies könnte dazu führen, dass das Sicherheitsniveau der Pipeline noch weiter abgesenkt wird.

Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens wäre eine Inbetriebnahme der CO-Pipeline für die betroffene Bevölkerung mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden. Für einen Vollbruch der Rohrleitung weist das Gutachten des TÜV Nord vom 06.06.2005 zur CO-Pipeline beim derzeit genehmigten Betriebsdruck von 13,5 bar eine tödliche CO-Konzentration (AEGL3-Wert) bis in 590 m Entfernung aus. Die Todeszone beidseits der CO-Pipeline, die sich daraus ergibt, ist im Plan rot-schraffiert dargestellt.

AEGL-3 steht für Acute Exposure Guideline Level 3 der US-amerikanischen Environmental Protection Agency. Der Level AEGL-3 ist die CO-Konzentration in der Atemluft ausgedrückt in ppm (Milligramm pro Kubikmeter), ab der vorhergesagt wird, dass die Allgemeinbevölkerung lebensbedrohliche oder tödliche Gesundheitseffekte erleiden kann (siehe tlug Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Technologie) . AEGL-3 bedeutet, dass die Menschen für 10 Minuten einer CO-Konzentration von 1700 ppm ausgesetzt sind, oder für 1 Stunde einer Konzentration von 330 ppm oder für die Dauer von 4 Stunden einer Konzentration von 150 ppm (siehe US-EPA). Je nach Windrichtung und -stärke kann es weit über die 590 m Todeszone hinaus zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch erhöhte CO-Konzentrationen kommen. Diese äußern sich in irreversiblen oder lange andauernden gesundheitlichen Schäden und in Beeinträchtigungen der Fluchtmöglichkeiten.

Details zum Trassenverlauf

Helfen Sie mit, den Bau der CO-Pipeline zu stoppen.

Gemeinsam können wir etwas bewegen. Jede Stimme zählt!

Anzahl der Unterschriften zum 15.06.2026

Erkrath: 25.062
Kreis Mettmann und Duisburg zusammen: 110.622

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