16.07.2007: NRZ: Plakate gegen die Pipeline

INITIATIVE. 100 Exemplare sollen den Protest gegen die Kohlenmonoxid-Leitung untermauern. Die Werbe- und Interessengemeinschaft Unterfeldhaus ist Hauptsponsor der IGIU-Aktion. ERKRATH. Als dritte Stadt des Kreises Mettmann, nach Monheim und Hilden, wendet sich jetzt auch Erkrath mittels Plakaten gegen die Kohlenmonoxid-Pipeline des Bayer-Konzerns. Mit den 100 Exemplaren im Format Din A1, die im Stadtgebiet aufgestellt werden, sollen noch mehr Menschen über das Thema informiert werden. "Mindestens 60 Prozent der Bürger, die sich an unseren Ständen informieren, kennen Kohlenmonoxid und die Gefahren eines Austritts nicht", sagte Wolfgang Cüppers von der Interessengemeinschaft Immermannstraße und Umgebung (IGIU), die die Unterschriften und Plakataktion gegen die Trasse ins Rollen brachte.
Keine Reaktion auf den Widerstand Dass weiterer Protest gegen die CO-Leitung nötig ist, steht für Cüppers außer Frage: "Trotz des starken Widerstandes gegen die Leitung kommen keine Reaktionen. Wenn Bayer fair wäre, würde das Unternehmen sagen: Wir stoppen den Bau, bis ein Urteil vorliegt." Derzeit mache es aber eher den Anschein, dass der Konzern Tatsachen schaffen wolle. Die Finanzierung der Plakate übernahm in erster Linie die Werbe- und Interessengemeinschaft Unterfeldhaus. "Das ging ruckzuck. Ein Anruf genügte und die Exemplare gingen in Druck", so Cüppers. Auch private Sponsoren beteiligten sich mit einem Obulus. "Dabei waren sogar Menschen, die außerhalb der betroffenen Städte wohnen. Und die politischen Parteien haben uns ebenfalls unterstützt", berichtet der IGIU-Sprecher. Auch Bürgermeister Arno Werner begrüßte die Aktion. "Das Ganze untermauert den Protest. Die Unterschriften gegen die Pipeline und die Plakate prägen sich in das Bewusstsein ein", sagte der Verwaltungschef. Der Widerstand der Bürger sei eine Ebene des Widerstandes, die angestrengten Prozesse der betroffenen Städte die andere. "Vermutlich werden die Gerichte darüber entscheiden, wie es in Sachen Bau der Pipeline weitergeht", so Werner. Der betonte noch einmal, dass alles getan werde, um die Menschen vor den Gefahren zu schützen, die von der Trasse ausgehen. (mb)Quelle: NRZ 16.07.2007

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