01.08.2007: Lokalanzeiger Erkrath: Mahnwache und neue Vorwürfe

Zahlreiche Demonstranten protestieren auf der ersten Pipeline-Baustelle im Stadtgebiet

Erkrath. (stef) Am vergangenen Freitag versammelten sich rund 200 Aktivisten zur Mahnwache gegen den Bau der Kohlenmonoxid-Leitung der Bayer AG. Auf der Baustelle am Stindertal, wo der Mutterboden abgetragen ist und die Rohre bereit liegen, protestierten die Gegner mit Plakaten, Parolen und Gesang.
Trotz kurzfristiger Einberufung der Aktion durch die Interessengemeinschaft Immermannstraße und Umgebung (IGIU) war die Resonanz somit groß. Auch Bürgermeister Arno Werner reihte sich ein, verzichtete auf Anzug und Krawatte und zog sich ein T-Shirt mit dem Schriftzug „Baustopp der Bayer-Pipeline“ an. Andere Demonstranten besetzten symbolisch die Rohrleitungen. Durch ein Megaphon gaben die Initiatoren Wolfgang Cüppers von der IGIU und Dieter Donner, Koordinator aller Pipeline-Gegner im Kreisgebiet, ihre Anti-Haltung kund. Sie forderten von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die Anordnung des Baustopps, Aktivist Jörg Owsianowski aus Hilden sang sein Anti-CO-Pipeline-Lied. Am Wochenende sammelte die IGIU auf dem Sommerfest am Hochdahler Markt weiter fleißig Unterschriften. 1799 weitere Bürger unterstützten dort die Aktion. Die Unterschriftenliste ist inzwischen auf 9029 Namen angewachsen. Im REWE-Markt am Neuenhausplatz liegen an einem Stehtisch im Kassenbereich jeden Tag die Listen weiterhin aus.
Derweil machen obskure Gerüchte und Beschuldigungen die Runde. So warf Bürgermeister Arno Werner der Bezirksregierung vor, telefonisch nicht erreichbar zu sein. Regierungssprecher Bernd Hamacher wies diese Behauptung zurück, sowohl die zuständigen Abteilungsleiter, die Hauptdezernentin, das Büro und die Pressestelle des Regierungspräsidenten sei bis in die Abendstunden stets erreichbar gewesen. „Es macht keinen Sinn, im CO-Verfahren der Bezirksregierung auf diese Weise Versäumnisse nachweisen zu wollen“, konterte Hamacher hart.
Gleichzeitig ist ein Schreiben des von der Stadt Erkrath bevollmächtigten Rechtsanwalts an die Bezirksregierung gegangen. Die Bayer AG habe bisher zwar nur auf privaten Grundstücken begonnen, die CO-Leitung zu errichten, hätte den Baubeginn der Stadt aber nicht angezeigt, wie es der Planfeststellungsbeschluss vorsieht. Beobachtete Pipeline-Bauarbeiten bestätigen sich allerdings nicht. Dort wurden bisher lediglich Telefonkabel verlegt.

Quelle: Lokalanzeige Erkrath vom 01.08.07



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