11.08.2007: WZ: DGB unterstützt Pipeline – Gegner – A3 durch Trassenbau beschädigt

REAKTIONEN. Die Region Bergisch Land forderte in Monheim die Unterstützung durch alle Parteien. Bauarbeiten in Ratingen gestoppt.

Kreis Mettmann. Unterstützung vom Deutschen Gewerkschaftsbund, Region Bergisch Land, erhält Monheims Bürgermeister Thomas Dünchheim bei seinem Einsatz gegen die geplante Kohlenmonoxid-Pipeline der Firma Bayer. In einem Schreiben lobt DGB-Regionsvorsitzender Hans Peters dass Dünchheim dabei keine parteipolitischen Rücksichten nimmt.
Aus Sicht des DGB wäre es auch wünschenswert, wenn es eine politische Einmütigkeit im Monheimer Rat beim Kampf Bürgermeister „David“ gegen „Goliath“ Bayer geben würde. Daher fordert der DGB politisch abseits stehende Gruppen auf, ihren Widerstand aufzugeben und sich hinter dem Bürgermeister einzureihen. Bekanntlich hat sich die Monheimer SPD zu keiner ablehnenden Haltung in Sachen Pipeline durchringen können.

Hans Peters betont, dass sich der DGB zum Industrieland NRW bekennt. Das gilt auch für den Chemie-Sektor. Allerdings sei in dem Konflikt zwischen Notwendigkeit und Anpassung, dem die Stadt Monheim als eine an einen Konzern angrenzende Stadt unterliegt, jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo man klar und nüchtern feststellen müsse: Genug ist genug. Die Gefährdungspotenziale, die für eine Stadt gelten, müssen überschaubar, kalkulierbar und notfalls reduzierbar bleiben.

„Was wäre, wenn der DGB Enteignungen fordern würde?“
Gleichzeitig wendet sich der DGB gegen die „interessenorientierte Enteignung durch die Hintertür“. und die Bezirks- und Landesregierung in vorauseilendem Gehorsam Bayer gegenüber vollziehen „Ich wage mir nicht auszudenken“, so Hans Peters, „was passieren würde, wenn der DGB aus sozialpolitischen oder arbeitsmarktlichen Erwägungen Enteignungen von Bayer-Unternehmensbereichen zum Wohle der Allgemeinheit nach unserer Verfassung fordern würde. Diesen Aufschrei möchte ich erleben.“
Dass das Pipeline – Projekt auch Dinge ins Wanken bringt, dürfen seit gestern Autofahrer auf der A3 in Fahrtrichtung Ruhrgebiet leidvoll erfahren. Nachdem schon vor einigen Wochen in Höhe des Breitscheider Kreuzes eine Beule in der Fahrbahn aufgefallen war, sorgten gestern die Verpressarbeiten zur Verlegung der CO-Pipeline unter der A3 dafür, dass sich eine Betonfahrbahnplatte fünf Zentimeter anhob und dann riss. Der Landesbetrieb Straßen NRW sperrte die rechte Fahrbahn und erließ einen Baustopp an der Pipeline. Erst am Montag können vier Betonplatten der Fahrbahn ausgetauscht werden.
(-aa-)

Quelle: WZ vom 11.08.2007



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