12.08.2007: NRZ: Bayer: Fehler bei Pipeline-Bau

KRITIK. Nach Schäden an Autobahn ist die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

KREIS METTMANN. Dieter Donner, Sprecher der Kreis Mettmanner Initiativen "Bau-Stopp der Bayer-Pipeline", hat bei der Staatsanwaltschaft Essen Strafanzeige beantragt. Wegen "Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr". Denn nach seinen Angaben wurde vergangenen Freitag an der A 3 in der Nähe des Breitscheider Kreuzes bei Durchpressarbeiten für die Giftgas-Pipeline die Fahrbahndecke um fünf Zentimeter angehoben. Die betroffene Fahrspur musste gesperrt werden. Dies zeige, dass "schon der Bau der CO-Pipeline unvorhersehbare Risiken" in sich birgt, so Donner.

Nach Donners Aussagen von gestern wurden von Bayer auch massive Eingriffe vorgenommen in das nach europäischer Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie geschützte Gebiet Überanger Mark im Duisburger Süden. Und dies innerhalb der Verbotsfrist im Planfeststellungsbeschluß. Dort heißt es, dass im Bereich der Überanger Mark nur in den Wintermonaten gebaut werden darf. In einem Brief an den Regierungspräsidenten kündigte Matthias Vogt aus Duisburg an, wegen Verstosses gegen den Natur- und Artenschutz die Staatsanwaltschaft einzuschalten.

Außerdem wird beklagt, dass in Erkrath bei Bauarbeiten vertraglich geregelte Breiten des Arbeitsstreifen nicht eingehalten und ein Bach und ein Teich durch Schlamm verschmutzt wurden. Dieter Donner forderte die Bezirksregierung auf, die Eignung von Bayer zur Führung dieses Verfahrens zu überprüfen. (gömi)

Quelle: NRZ online vom 12.08.2007



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