13.08.2007: WZ: Ist die Pipeline von Bayer doch noch zu stoppen?

NRW Aktuell

Streit: Noch ist die Kohlenmonoxyd- Leitung nicht genehmigt. Die Gegner verspüren zunehmend Rückenwind.

Kreis Mettmann. Wird die Kohlenmonoxid-Pipeline der Bayer Material Science AG von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen durch den Kreis Mettmann tatsächlich verlegt? Darf das Land Kommunen und Privatleute per Gesetz dafür enteignen? Die Bezirksregierung Düsseldorf sagt ja. Die Städte Monheim und Ratingen sagen nein und klagen gegen den Planfeststellungsbeschluß. Die Richter am Verwaltungsgericht in Düsseldorf haben ihre Entscheidung verschoben. Sie wollen sich mit der Prüfung der Klagen offenbar genügend Zeit lassen.

Das Vorzeigeprojekt von Bayer Material Science hat sich zum Zankapfel entwickelt. Die als sicherste und modernste Pipeline Deutschlands gepriesene Leitung bringt immer mehr Bürger im Süden des Kreises Mettmann gegen sich auf. Sie beklagen, dass giftiges Kohlenmonoxid nur wenige Meter an ihren Häusern vorbei geleitet werden soll. Gut ein halbes Dutzend Eigentümer hat sich den Klagen der beiden Städte angeschlossen. Auch sie sollen auf ihrem Privatgelände die Rohrleitung in 1,40 Metern Tiefe dulden.

Die Gegner berufen sich auf das von der Stadt Monheim bestellte Gutachten des Kölner Professors Muckel, der die Leitung nicht als dem Gemeinwohl dienend ansieht und die Enteignungen deshalb für verfassungswidrig hält. In seinem Gutachten für die Stadt Monheim kommt der Bochumer Professor Falkenhain überdies zu dem Schluss, dass die Leitung Sicherheitsmängel aufweist und spricht

von Widersprüchen in den Antragsunterlagen.

Wie weit Befürworter und Gegner der Pipeline auseinander sind, zeigte zuletzt am Donnerstagabend eine Podiumsdiskussion der Westdeutschen Zeitung in Monheim.

Rund 400 Gegner wollten mit der Bayer AG reden.

Unterdessen verspüren die Gegner immer mehr Rückenwind. Der Monheimer Bürgermeister und Jurist Thomas Dünchheim (CDU) sieht der Gerichtsentscheidung jedenfalls voller Optimismus entgegen. Er glaubt offenbar nicht, dass die Leitung

jemals zu Ende gebaut wird.

Quelle: WZ 21.07.2007 Von Lothar Leuschen



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