22.08.2007: NRZ: Bayer schreibt an Bürger

POSTWURF-SENDUNG. Infos im Brief sind teilweise nicht mehr aktuell. Initiativen für den Bau-Stopp bezweifeln, ob den Menschen die Sicherheits-Thematik durch die Aktion näher gebracht wird.

HILDEN/KREIS METTMANN. In einer Postwurfsendung hat Bayer alle Haushalte in den von dem umstrittenen Pipeline-Bau betroffenen Städte angeschrieben. In Hilden lagen die Briefe mit dem Absender "Bayer Material Science" aus Dormagen gestern größtenteils in den Briefkästen, in Monheim bereits am Dienstag. Mit dem Schreiben möchte Werner Breuer (Projektleitung von Bayer) "persönlich über den Sachstand zu unserer Kohlenmonoxid-Versorgungsleitung informieren". Schließlich habe man verstanden, "dass dieses Projekt bei einer Reihe von Anwohnern Fragen aufwirft oder gar Sorgen und Ängste auslöst - speziell das Thema Sicherheit betreffend". In mehreren Punkten führt Breuer auf, was Bayer unternommen hat oder unternehmen wird, "um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten". Dabei beruft sich der Projektleiter auch auf das Sicherheitskonzept, das vom TÜV und der Bezirksregierung geprüft wurde. Dieses Sicherheitskonzept hat allerdings, wie von der NRZ berichtet, unter anderem bei der Kreisverwaltung für heftige Kritik gesorgt. Unter anderem deshalb, weil nach Aussage des Kreises die Giftgas-Pipeline nicht ausreichend gegen Erdbeben gesichert ist (was Bayer bestreitet).

Dieter Donner aus Hilden, Presse-Koordinator der Initiativen "Stoppt die Bayer-Pipeline", hält nicht viel vom Bayer-Bürger-Brief. "Bayer versucht den Pipeline-Bau durch ein Schreiben von Herrn Breuer zu personalisieren. Die darin enthaltenen Informationen sind aber nicht gerade vertrauenswürdig", so Donner gestern zur NRZ. Außerdem seien die Informationen in dem Brief nicht mehr "taufrisch". Denn Bayer selbst hat inzwischen neue Sicherheits-Vorschläge unterbreitete (NRZ berichtete), die in dem Schreiben gar nicht erwähnt werden. Donner: "Ich bezweifele ob es gelingt, den Leuten die Thematik so näher u bringen."

Quelle: NRZ 22.08.2007 GÖTZ MIDDELDORF



IG Erkrath mit "neuem" Vorstand
weiterlesen

CO-Pipeline
Bezirksregierung genehmigt am 02.07.2020 Antrag auf sofortige Vollziehung. Zur Pressemitteilung

IG Erkrath sagt „Danke“
Mit Unterstützung der VR Bank in Hochdahl wurde ein Wunsch des Vereins nun Wirklichkeit. weiterlesen

CO-Pipeline:
Die Bezirksregierung Düsseldorf hat am 10.08.2018 einen Planänderungsbeschluss zum Planänderungsantrag der Firma Bayer in 2012 erlassen. weiterlesen

IG Erkrath wird von AmazonSmile unterstützt.
weiterlesen

„Kleines Bruchhaus“ und „Cleverfeld“
Die IG Erkrath ist nach wie vor gegen eine Bebauung von „Kleines Bruchhaus“ so wie auch „Cleverfeld“ und setzt sich intensiv für den Erhalt der Grünflächen ein. weiterlesen