27.09.2007: NRZ: Immer der Trasse nach

PROTESTAKTION. Zwei Jugendliche wollen drei Tage die Bayer-Pipeline entlang marschieren. Das Vorhaben fand nach der NRZ-Berichterstattung bereits erste Anhänger, die mitwandern wollen.

HILDEN. Eine Protestaktion der ganz anderen Art sucht weitere Anhänger. Statt mit wütenden Bannern und scharfen Parolen, wollen die Hildener Christopher Blum (18) und Arne Hüneke (15) mit qualmenden Socken gegen die CO-Pipeline vorgehen. Die Herbstferien werden die Schüler des Helmholtz-Gymnasiums dazu nutzen, um von Donnerstag, 4. Oktober, bis Samstag, 6. Oktober, an der CO-Trasse entlang zu wandern (die NRZ berichtete). Geschlafen wird im Zelt, als Wegzehrung sind Müsli-Riegel geplant und um Wasser wollen die Jugendlichen bei Bauern auf der Strecke von Krefeld-Uerdingen nach Dormagen fragen.

Doch es sieht so aus, als ob Christoph und Arne nicht alleine wandern werden. Eine Baustopp-Bürgerinitiative hat bereits Interesse angemeldet. Etappenweise könnten dann an Treffpunkten Gleichgesinnte ein Stückchen mitgehen und so ein Zeichen setzen. Auch aus dem Internet ist Verstärkung zu erwarten: "Ich habe im Schüler VZ eine Gruppe gegen die Pipeline eröffnet. Da werde ich noch mal einen Aufruf starten", so Christopher Blum. 290 Mitglieder hat das Netzwerk der CO-Gegner bereits.

Um die drei Tage Wanderung auch durchzustehen, soll vor dem Startschuss noch trainiert werden. Auch schlechtes Wetter wird die Schüler von ihrem Vorhaben nicht abhalten. "Wir ziehen das auch bei Regen durch", verspricht Arne Hüneke.

Die Idee zu der Aktion hatte Blum, der ein Wander-Fan ist und bereits in Norwegen fünf Tage mit dem Rucksack unterwegs war. Da ihm die Giftgasleitung zu unsicher ist, kam es zur Protestmarsch-Idee. Trotz des großen Zuspruchs sind die Jugendlichen noch skeptisch, ob wirklich jemand mitzieht. "Ich glaub´ eher, dass da nichts draus wird", so Blum. Vielleicht wird er nächste Woche eines besseren belehrt.

DANIEL NEUKIRCHEN

Quelle: NRZ online vom 27.09.2007



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